VERGEBLICHER REKORD: Brasilien hat bei dieser WM viele Rekorde aufgestellt. Der letzte gehört Abwehrspieler Lucio von Bayern München: 386 Minuten lang beging er kein Foul, so lange wie kein anderer Profi bei einem WM-Turnier.
Erst in der 26. Minute des Viertelfinalspiels gegen Frankreich holte er Thierry Henry von den Beinen. Lucio verbesserte die Bestmarke des Paraguayers Carlos Gamarra, der es 1998 auf 383 Minuten gebracht hatte. Das WM-Aus des Weltmeisters konnte er jedoch nicht abwenden.
FAMILIENSACHE: Mit der Begründung, er müsse eine dringende Familienangelegenheit regeln, hat der französische Fußball-Profi Youri Djorkaeff sich bei seinem US-Club New York Red Bulls frei genommen. Der Weltmeister von 1998 und Ex-Spieler des 1. FC Kaiserslautern machte sich daraufhin auf die Reise nach Deutschland und erlebte den 1:0-Sieg seiner Landsleute im WM-Viertelfinale über Brasilien mit. Sein jetziger Verein in den USA wunderte sich: Youri hat uns kein Wort davon gesagt, dass er sich das Spiel Brasilien gegen Frankreich ansehen wollte. Der Club will den 38-Jährigen nach dessen Rückkehr zur Rede stellen.
BALLKLAU: Nationalspieler Torsten Frings ist nicht der einzige, der sich nach einer WM-Partie eines Spielballes bemächtigte. Der Werderaner hatte sich nach dem Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa Rica (4:2) einen Ball mitgenommen. Frankreichs Trainer Raymond Domenech tat es ihm beim 1:0-Viertelfinalsieg über Brasilien nach. Stolz und verschmitzt grinsend öffnete er nach der Partie seinen Rucksack und zeigte den Journalisten das nach dem Schlusspfiff ergatterte Spielgerät. Immerhin war das 1:0 sein bisher größter Erfolg als Trainer der Équipe tricolore.