Berlin - Der Fußball-Weltverband FIFA will die Entscheidung im Fall Torsten Frings am Nachmittag umgehend veröffentlichen.
Wir wissen, dass es im nationalen Interesse ist und werden die Entscheidung der Disziplinarkommission schnell mitteilen, erklärte FIFA-Mediendirektor Markus Siegler. Der FIFA-Kommission liegen Fernsehbilder vor, die belegen sollen, dass der deutsche Nationalspieler den argentinischen Profi Julio Cruz bei den Tumulten nach dem WM-Viertelfinale geschlagen habe. Darauf war ein möglicher Schlag von Frings ins Gesicht des Argentiniers zu erahnen. Frings behauptete, er habe Cruz nur auf Abstand halten wollen und ihn nicht geschlagen. Cruz entlastete Frings. Ich bin nicht geschlagen worden oder habe es zumindest nicht gemerkt, sagte der Stürmer von Inter Mailand der La Gazzetta dello Sport.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) soll bis 13.00 Uhr eine Stellungnahme dazu abgeben. Frings selbst beteuerte seine Unschuld. Sollte die FIFA-Disziplinarkommission zu einem anderen Ermittlungsergebnis kommen, droht ihm eine Sperre für das WM-Halbfinalspiel gegen Italien am 4. Juli in Dortmund. Der DFB arbeitet wenige Stunden vor der Abgabefrist noch intensiv an einer Stellungnahme zum Fall Torsten Frings. Wir sind mitten dabei, die Stellungnahme anzufertigen, berichtete Georg Behlau, Chef des Büros Nationalmannschaft, der dpa.
Derweil stellte der italienische Fußballverband (FIGC) klar, dass er keinerlei Ermittlungen gegen Frings gefordert hatte. Auch sein kein Druck auf den Weltfußballverband FIFA ausgeübt worden, hieß es im Casa Azzurri in Duisburg.
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