Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

FIFA suspendiert griechischen Fußball-Verband | 2006-07-03


Athen - Otto Rehhagel wird vielleicht schon vor dem ersten Qualifikationsspiel um die Chance eines erneuten EM-Coups gebracht. Der Fußball-Weltverband FIFA sperrte den griechischen Verband HFF wegen unerlaubter Einflussnahme politischer Entscheidungsträger in Verbandsangelegenheiten.

Damit kann der deutsche Trainer von Europameister Griechenland mit seiner Mannschaft voraussichtlich nicht an der im September beginnenden Qualifikation für die EM 2008 in Österreich und der Schweiz teilnehmen.

Griechenland ist der erste europäische Vertreter, der von einer solch drastischen Maßnahme betroffen ist. Bislang waren lediglich die Verbände Kambodschas und Kenias suspendiert worden. Griechische Medien reagierten mit Bestürzung auf die Nachricht. Wir sind international lächerlich geworden, hieß es beim Radiosender SKAI.

Hintergrund der Entscheidung des FIFA-Dringlichkeitskomitees ist das nicht eingehaltene Versprechen der griechischen Regierung, ihr Sportgesetz den FIFA-Statuten anzupassen. Der HFF bestätigte den Eingang eines Briefes der FIFA. Darin heißt es, dass der Weltverband wiederholt den griechischen Sportminister Giorgos Orfanos aufgefordert habe, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des griechischen Fußball-Verbandes einzumischen. FIFA-Präsident Joseph Blatter habe aber Gesprächsbereitschaft signalisiert und Vertreter nach München eingeladen, um über die Lage zu sprechen.

Bis auf weiteres sind jedoch der griechische Verband und all seine Vereine, Spieler und Offizielle von allen internationalen Aktivitäten wie Länderspielen oder der Ernennung von Offiziellen für internationale Aufgaben ausgeschlossen. Griechenland war zusammen mit Ungarn, Norwegen, der Türkei, Moldawien, Bosnien-Herzegowina und Malta in die Gruppe C der EM-Qualifikation gelost worden. Für die WM in Deutschland hatte der Europameister die Qualifikation verpasst. Besorgt äußerten sich zahlreiche Funktionäre der großen griechischen Vereine Olympiakos Piräus, AEK Athen und Panathinaikos Athen. Sollten diese Clubs nicht in der Champions League und dem UEFA-Pokal starten dürfen, würde dies ihren Untergang bedeuten, hieß es.

Der Streit zwischen Orfanos und dem Präsidenten des griechischen Fußball-Verbandes, Wassilis Gagatsis, schwelt seit Monaten in Athen. Gagatsis gilt als Funktionär, der der oppositionellen Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok) nahe steht. Der konservative Orfanos versucht nach Berichten der griechischen Sportpresse seit Monaten, durch eine Gesetzesänderung den Sozialisten Gagatsis abzusetzen. Am Abend gab es allerdings erste Zeichen der Annäherung. Wir werden eine Lösung finden und das Gesetz so ändern, dass es keine Probleme mehr geben wird, sagte Orfanos im staatlichen Rundfunk.

Während bislang die Vorstände der jeweiligen Provinz-Verbände den HFF-Präsidenten wählten, soll dieser künftig mit den Stimmen aller Club-Vertreter gewählt werden - das wären mehr als 3000 Stimmberechtigte. Damit hofft Orfanos, den HFF-Präsidenten Gagatsis loszuwerden, wie die griechische Presse berichtete. Gagatsis hat nun eine Pressekonferenz in Athen anberaumt.

Orfanos spielt mit dem Feuer, teilte der HFF mit. Er führt Griechenland in die internationale Isolation. Im September 2005 war der HFF vom FIFA-Exekutivkomitee angewiesen worden, bei der griechischen Regierung bis zum 15. Juli dieses Jahres die Änderung der nationalen Sportgesetzgebung zu erwirken. Dieses Versprechen habe die Regierung trotz wiederholter Warnungen der FIFA nicht eingelöst. Der kürzlich vorgelegte Entwurf für ein neues Gesetz sei ganz im Gegenteil ein neuerlicher Versuch, sich in Fußball-Angelegenheiten einzumischen, teilte die FIFA jetzt weiter mit.


Werder-Sturmflaute sorgt für Kopfzerbrechen
Funkel rechnet im Pokal-Halbfinale mit Amanatidis
Paquetá dämpft Erwartungen an Saudi-Arabiens Team
HSV II besiegt Bayer Leverkusen II
Dresden trennt sich von Düsseldorf 0:0
Bayern II und SV Elversberg trennen sich 4:4
Wussten Sie, dass ...
1860 wartet weiter auf Sieg: 3:3 in Braunschweig
Daum stellt klar: Kein Kontakt vom DFB
Liverpool nach Owen-Abgang unter Schock

1957 | 1779 | 1018 | 1535 | 1414 | 13447 | 13435 | 13990 | 13042 | 13887 |