Cottbus - Das Debüt von Neuzugang Stanislaw Angelow und die neue Nord-Tribüne sollen Energie Cottbus beim Heimauftakt gegen den VfL Bochum zum ersten Sieg in der neuen Saison der Fußball-Bundesliga verhelfen.
Die in nur zwei Monaten errichtete, 8000 Fans fassende Nordwand soll den Gegnern im Stadion der Freundschaft wieder mehr Furcht einflößen und Energie zu alter Heimstärke beflügeln. Das Stadion ist mit 22 746 Plätzen nun nicht mehr das kleinste in der Bundesliga und hat die 22 500 Fans fassende BayArena in Leverkusen überflügelt. Energie Cottbus erwartet 18 000 Zuschauer.
Auch die Mannschaft ist gespannt auf die neue Stimmung. Die Jungs freuen sich wie kleine Kinder zu Weihnachten. Schon wenn unsere Fans mit ihrer Unterstützung zehn Prozent mehr Leistung herauskitzeln, sind wir ein Mann mehr auf dem Platz, sagte Trainer Petrik Sander, der große Stücke auf Neuzugang Angelow hält. Er ist ein Spieler besonderer Qualität. Ich glaube fast, er kann alles außer Torhüter spielen. Der 29 Jahre alte Defensiv-Allrounder darf nach Ende des Transfer-Streits mit seinem Ex-Club Lewski Sofia erstmals für Energie auflaufen und wird als rechter Verteidiger den nach Straßburg abwandernden Zoltan Szelesi ersetzen.
Die Partie gegen Bochum, das als Mitkonkurrent um den Klassenerhalt gilt, dürfte wie beim 0:0 vor einem halben Jahr zunächst von Vorsicht geprägt sein. Während Sander vor den Kontern des VfL warnt, betont Manager Steffen Heidrich: Wir dürfen auf keinen Fall verlieren. Das Spiel gibt die Richtung vor. Sander kündigte jedoch eine offensivere Ausrichtung als zuletzt beim 0:0 in Leverkusen an.
Darauf hofft auch Bochums Trainer Marcel Koller, der keinen Fußball-Leckerbissen erwartet: Die Spiele von Bochum in Cottbus waren immer sehr knapp, es fielen selten viele Tore, und sie waren auch meistens nicht schön anzusehen, sagte der Schweizer. Er dürfte jenem Stamm vertrauen, der zum Start beim 2:2 gegen Werder Bremen einen 0:2-Rückstand aufgeholt hat.
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