Berlin - Die Fußballweltmeisterschaft 2006 hat nach Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bislang alle Erwartungen erfüllt und zum Teil noch übertroffen. Deutschland hat das Motto der WM Die Welt zu Gast bei Freunden mit Leben erfüllt, sagte die Kanzlerin.
Bei einem für die FIFA in Berlin übergab Merkel zwei Tage vor dem WM-Finale im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz an den Präsidenten des Fußball-Weltverbandes, Joseph Blatter. Der Schweizer zeigte sich gerührt. Mit der Auszeichnung werde das gesamte FIFA-Team geehrt.
Merkel wünschte den beiden Endspielteilnehmern - Frankreich und Italien - viel Glück bei der letzten WM-Partie in Deutschland. Die Teams beider Länder hätten Können und Nervenstärke bewiesen. Allerdings habe sich auch die deutsche Mannschaft hervorragend präsentiert. Zu den besten vier auf der Welt zu gehören - das kann sich sehen lassen. Das ganze Land steht hinter unserem Team. Bundestrainer Jürgen Klinsmann bescheinigte die Kanzlerin eine phantastische Arbeit. Merkel empfahl der FIFA zugleich Deutschland als Austragungsort für die Frauen-Fußball-WM 2011.
Blatter sprach von einer großartigen Fußball-WM und betonte: Das Verdienst dafür gehört Deutschland. Das Bundesverdienstkreuz habe er mit Emotionen und Stolz entgegen genommen. Das Bundespräsidialamt hatte die Verleihung bis vor kurzem geprüft. Gegen die Auszeichnung für den FIFA-Präsidenten waren in Deutschland auch kritische Stimmen laut geworden. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Schweizer Kanton Zug, die dem Vorwurf auf untreue Geschäftsbesorgungen zum Nachteil der FIFA nachgeht.
Merkel hob bei dem von heftigen Sommer-Gewittern begleiteten Empfang im Bundeskanzleramt auch die Leistungen des Präsidenten des WM-Organisations-Komitees, Franz Beckenbauer, hervor. Seinem Einsatz sei es zu verdanken, dass die WM 2006 überhaupt in Deutschland statt gefunden habe. Beckenbauer habe die WM an entscheidenden Stellen geprägt.
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