Buenos Aires - José Pekerman wird in seinem Haus im argentinischen Hurlingham immer mehr ins Grübeln kommen. Denn die Stimmen der Fans für eine Fortsetzung seiner Arbeit mit dem zweimaligen Fußball-Weltmeister mehren sich weiter.
Nachdem bei ersten Umfragen Carlos Bianchi mit einem Drittel klar die meisten Voten erhalten hatte, holte Pekerman in den vergangenen Tagen weiter auf. Bei einer Abstimmung des Fachmagazins Olé sprachen sich fast ebenso viele Anhänger für den zurück getretenen Coach (33,2 Prozent) wie für Bianchi (34,5 Prozent) aus. Der Name von Diego Armando Maradona wurde in der Liste nicht einmal aufgeführt.
Pekerman hatte Minuten nach dem Viertelfinal-K.o. gegen Gastgeber Deutschland seinen Rückzug bekannt gegeben. Auch bei seiner Ankunft in Argentinien beharrte der 56-Jährige, der die Albiceleste nach zehn erfolgreichen Jahren als U20-Coach mit drei Weltmeister-Titeln im September 2004 übernommen hatte, noch immer auf seiner Entscheidung. Verbandspräsident Julio Grondona hofft in einem persönlichen Gespräch, den Vater der bei der WM phasenweise brillant aufspielenden Auswahl doch noch zum Rücktritt vom Rücktritt bewegen zu können.