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Höchste WM-Prämie eingefahren: 100 000 Euro | 2006-07-05


Berlin - Die deutschen Nationalspieler haben trotz des Ausscheidens im WM-Halbfinale gegen Italien die höchste Prämie ihrer WM-Geschichte verbucht. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schüttet für jeden der 23 Spieler und die Trainer 100 000 Euro aus.

Die bisherige Rekordprämie hatten Michael Ballack & Co. nach dem verlorenen Finale der Weltmeisterschaft 2002 gegen Brasilien mit je 71 600 Euro kassiert. Durch die Niederlage gegen die Südamerikaner verpassten die Spieler vor vier Jahren eine Erhöhung auf 150 000 Euro. Der vierte WM-Titel wäre dem DFB in diesem Jahr sogar 300 000 Euro pro Mann wert gewesen.

Erstmals hatte Kapitän Ballack mit dem DFB-Präsidium ein so stark abgestuftes Erfolgshonorar ausgehandelt, für das Erreichen der K.o.-Runde war noch keine Prämie vorgesehen. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hatte die Rekord-Regelung mit dem einmaligen und außergewöhnlichen Ereignis einer Heim-WM begründet. Nach dem Turnier partizipieren die deutschen Nationalspieler zudem noch an den Werbeeinnahmen des DFB aus dem WM-Jahr 2006.

Auch für den deutschen Verband hat sich die WM finanziell bezahlt gemacht. Der Fußball-Weltverband FIFA schüttet für jeden Semifinalisten die Rekordsumme von 14,6 Millionen Euro aus. Ein Finalsieg der Klinsmänner hätte dem DFB die Gesamtsumme von 16,5 Millionen Euro gebracht.

Die ersten deutschen Weltmeister 1954 mussten sich im Vergleich zu den heutigen Summen mit Peanuts begnügen. 2500 Mark (1280 Euro), einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller erhielten Fritz Walter & Co. nach dem Wunder von Bern. 1974 gab es für die Spieler um Kapitän Franz Beckenbauer 35 900 Euro und einen VW-Käfer. Die 22 Weltmeister von 1990 wurden mit jeweils umgerechnet 64 100 Euro belohnt.


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