Berlin - Wenige Stunden nach dem Aus der DFB-Elf im WM-Halbfinale gegen Italien ist der Kampf um Jürgen Klinsmann eröffnet. Wir wünschen uns, dass wir frühzeitig eine Antwort bekommen, erklärte Manager Oliver Bierhoff zur Frage nach der Zukunft des Bundestrainers.
Auch innerhalb des DFB gebe es keine Zweifler mehr an Klinsmanns Arbeit, meinte Bierhoff. DFB-Präsident Gerhard Mayer Vorfelder appelliert an seine Präsidiums-Kollegen, Klinsmann keine Prügel zwischen die Beine zu werfen. Klinsmann will sich erst mit seiner Familie beraten und hat die DFB-Chefs Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder darum gebeten, mir ein paar Momente Zeit zu geben.
Zahlreiche Bundesliga-Vertreter haben sich für einen Verbleib ausgesprochen. Es wäre aus meiner Sicht sehr wichtig, wenn er und sein Team das begonnene Werk bei der Europameisterschaft 2008 beenden könnten, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Ich hoffe, dass er bleibt. Alle stehen hinter ihm, sagte Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund. Die Planungen der DFB-Elf für die nächsten Tage waren noch offen. Ob das Team nach dem Spiel um Platz drei am Samstag in Stuttgart zum Quartier nach Berlin zurückkehren wird, ist noch nicht geklärt.
Die Partie sorgte für einen Einschaltquoten-Rekord im deutschen Fernsehen. Durchschnittlich 29,66 Millionen Fußballfans (Marktanteil 84,1 Prozent) sahen nach ZDF-Angaben das dramatische Halbfinale in den eigenen vier Wänden - das ist der höchste je gemessene Zuschauerwert seit Beginn des Verfahrens 1985.
FIFA-Präsident Joseph Blatter, der das Bundesverdienstkreuz erhalten wird, hat die 0:2-Niederlage des WM-Gastgebers bedauert. Ich habe das Gefühl, da ist etwas gestoppt worden. Nach fünf Wochen in dieser Begeisterung identifiziert man sich, sagte der Chef des Fußball-Weltverbandes in Berlin im Interview mit der dpa.
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