Düsseldorf - Rund um die Fußball-Weltmeisterschaft sind in Nordrhein-Westfalen 1400 Straftaten und 176 Verletzte gezählt worden, darunter 18 Polizisten. 1130 Störer wurden festgenommen, mehr als 1740 Menschen von der Polizei vorsorglich festgesetzt.
Bei den Spielen Deutschland-Polen und England-Schweden waren jeweils mehr als 9000 Polizisten im Einsatz. Drei Millionen Menschen hätten die WM in den NRW-Stadien und auf den Public-Viewing-Plätzen verfolgt. Angesichts dieser Menge sei die Zahl der Vorfälle sehr gering, sagte NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) in Düsseldorf in einer vorläufigen Bilanz. Die Sicherheitskonzepte seien aufgegangen.
Die Rechtsextremisten seien die großen Verlierer der WM - ihre Pläne, die WM für ihre Propaganda zu nutzen, seien am offenen Klima und am unverkrampften Patriotismus gescheitert, sagte Wolf. Die enge Zusammenarbeit mit szenekundigen Polizisten aus dem In- und Ausland habe einen schnellen Zugriff auf Hooligans ermöglicht. Wolf hob die Maßnahmen der britischen und polnischen Behörden hervor, die sich als sehr wirksam erwiesen hätten. Durchschnittlich 5400 Polizisten seien bei jedem der 16 WM-Spiele in NRW im Einsatz gewesen, ferner 1500 Kräfte des Katastrophenschutzes. Nordrhein-Westfalen hat nach den Angaben rund 200 Millionen Euro für die Fußball-WM - vor allem in die Infrastruktur - investiert. Dafür seien rund 6000 Arbeitsplätze entstanden, die Hälfte von ihnen dauerhaft.