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Mijatovic und Capello neu bei Raeal Madrid | 2006-07-06


Madrid - Emilio Butragueno ist nach dem Führungswechsel beim Fußball-Spitzenclub Real Madrid als Vizepräsident und Sportdirektor zurückgetreten.

Nachfolger des ehemaligen spanischen Nationalstürmers wird der Montenegriner Pedrag Mijatovic, der zwischen 1996 und 1999 für den Club aus der Primera Division spielte. Butragueno hatte im Januar 2000 seine Funktionärslaufbahn bei den Königlichen begonnen und war zunächst Assistent des damaligen Sportdirektors Jorge Valdano. In der abgelaufenen Saison hatte Madrid in der Meisterschaft Rang zwei belegt.

Nach der Präsidentenwahl von Ramon Calderon hatte der traditionsreiche Verein Fabio Capello als neuen Trainer verpflichtet. Real Madrid ist der bedeutendste Club der Welt. Wir müssen wieder anfangen, Titel zu gewinnen und den Geist des Vereins wiederzubeleben. In der Vergangenheit ist etwas davon verloren gegangen, sagte Capello bei seinem Amtsantritt. Seinem ehemaligen Verein Juventus Turin droht im Sog des Fußball-Skandals in Italien der Zwangsabstieg.

Capello unterschrieb in der spanischen Metropole einen Vertrag bis Juni 2009. Ich habe ihn ausgewählt, weil er der geborene Gewinner ist, begründete Präsident Calderon. Capello führte Madrid bei seinem ersten Engagement 1997 zur Meisterschaft. In Italien gewann der Star- Trainer insgesamt sieben Mal mit dem AC Mailand, AS Rom und Juventus Turin den nationalen Meistertitel. 1994 gelang mit dem AC Mailand zudem der Sieg in der Champions League. Spanischen Medienberichten zufolge ist Capello mit einem geschätzten Grundeinkommen von 13 Millionen Euro pro Jahr der teuerste Trainer der Vereinsgeschichte.

Durch die spanischen Medien geistern Namen von einem halben Dutzend Weltstars, die mit Real Madrid als potenzielle Neuzugänge in Verbindung gebracht werden. Darunter befinden sich neben Arjen Robben (FC Chelsea) und neuerdings auch Christiano Ronaldo (Manchester United) einige Spieler von Juventus Turin.

Der neue Präsident Calderon kündigte an, das Gespann Capello/Mijatovic in Ruhe arbeiten lassen zu wollen. Das sei dem Trainer unter der Regie seines Vorgängers nicht vergönnt gewesen, leistete sich Calderon einen Seitenhieb in Richtung Florentino Perez.


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