Berlin/München - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat den Einsatz ausländischer Polizisten während der Fußball-WM als großen Erfolg gewürdigt.
Wir haben in einer wunderbaren Weise erlebt, dass Fröhlichkeit und Sicherheit nicht Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bedingen, sagte Schäuble in Berlin bei der Verabschiedung von Beamten aus 13 europäischen Ländern. Wir haben gewaltige Herausforderungen für die Sicherheit in unserem Lande hervorragend bewältigt.
In den vergangenen Wochen hatten 323 ausländische Polizisten ihre deutschen Kollegen unter anderem an den Grenzen, auf Bahnstrecken und Flughäfen unterstützt. Der niederländische Delegationsleiter Gijsbertus Vermeulen lobte die Zusammenarbeit als einzigartige Erfahrung. Seine Polizisten hätten sich zu Gast bei Freunden gefühlt, sagte er in Anspielung auf das WM-Motto. Sein britischer Kollege Roger Evans stimmte zu: Es war wie zu Hause - sogar noch besser.
Schäuble sagte, er sei sicher, dass dieser erstmalige Einsatz Schule machen werde. Das wird das Verhältnis vieler Menschen zu Europa, zu polizeilicher Zusammenarbeit und europäischer Einigung verändern. Die Einstellung der Gesellschaft zu den Aufgaben der Polizei habe sich in den vergangenen Wochen ungeheuer positiv entwickelt. Entscheidend für den friedlichen Ablauf der WM sei neben der umfassenden Vorbereitung und den erheblichen Sicherheitsvorkehrungen auch die von den Polizisten vermittelte ruhige, entspannte Atmosphäre gewesen.
Auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) zog eine positive Bilanz. Im Bayerischen Rundfunk sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, der Polizeieinsatz und das Sicherheitskonzept hätten sich auch in Bayern in der Planung optimal bewährt. Man habe keinerlei ernsthafte Sicherheitsstörungen gehabt, weder durch Hooligans in den Stadien noch im Umfeld der Stadien, auch nicht bei den Großbildleinwänden. Beckstein weiter: Wir haben keine Probleme mit allgemeiner Kriminalität - von Taschendieben bis zur Rotlichtkriminalität - gehabt und Gott sei Dank natürlich auch im Zusammenhang mit Terrorismus keine Besonderheiten.
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