Berlin - Die Fußball-Welt blickt noch einmal mit größter Spannung auf Berlin. Mit dem Final-Klassiker Frankreich gegen Italien im Olympiastadion geht an diesem Sonntagabend die WM 2006 in Deutschland zu Ende.
Bereits am Mittag hat die deutsche Nationalelf ihr eigenes Finale: Auf der bundesweit größten Fanmeile am Brandenburger Tor will sich das erfolgreiche Team von seinen Anhängern verabschieden.
Für den Höhepunkt des Turniers haben sich zahlreiche Staatsgäste angesagt. Neben den Präsidenten Jacques Chirac (Frankreich) und Giorgio Napolitano (Italien) werden unter anderem UN-Generalsekretär Kofi Annan und Südafrikas Staatspräsident Thabo Mbeki erwartet, dessen Land Gastgeber der WM 2010 ist. Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Joseph Blatter, betonte in Berlin, die WM sei ein riesiger Erfolg gewesen. Das Turnier habe große Gefühle in die Welt gesandt.
Vor dem Endspiel lädt Bundespräsident Horst Köhler zu einem Empfang für die internationalen Gäste. Neben Blatter und den anderen Endspielbesuchern werden auch Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und Fürst Albert von Monaco erwartet. Kommen sollen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Chef des WM-Organisationskomitees, Franz Beckenbauer.
Zum Tag des Finales stellt sich Berlin nochmals auf einen Ansturm Hunderttausender Fans aus aller Welt ein. Die deutsche Nationalmannschaft will sich um 12.00 Uhr ihren Anhängern auf der WM- Meile am Brandenburger Tor präsentieren. Erwartet wird nochmals ein riesiger Andrang, weshalb das Partyareal bereits um 9.00 die Eingänge öffnet. Auf Wunsch der Mannschaft soll unter anderem die Band Sportfreunde Stiller spielen, deren Hit 54, 74, 90, 2006 zur Fanhymne wurde. Auch Kanzlerin Merkel hat ihr Kommen angekündigt.
Vor Anpfiff des Finales um 20.00 Uhr ist im Olympiastadion eine elfminütige Schlussfeier vorgesehen. Höhepunkt ist ein Auftritt von Popstar Shakira mit ihrem Hit Hips dont lie. Die Klassik-Popper von Il Divo präsentieren noch einmal den offiziellen WM-Song Time of our lives. Rund 400 Mitwirkende sollen als Fanhorde für Stimmung sorgen.
Inszeniert wird der Schlussakt von Choreograf Doug Jack, der auch die Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin plante. In der Halbzeitpause tritt Startenor Plácido Domingo auf. Der spanisch-mexikanische Künstler singt den Song Willkommen bei uns, den sein Sohn Plácido Domingo jr. komponiert hat.
Obwohl Michael Ballack und Co. nicht um den WM-Pokal mitspielen, werden beim Endspiel auch fünf Deutsche auf dem Rasen stehen - bei der Zeremonie vor dem Anpfiff: Unter den 22 Kindern aus zwölf Ländern, die beide Teams beim Einlaufen eskortieren, sind fünf Jungen aus Berlin und Brandenburg.
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