Jens Lehmann: Ich denke, das wird von mir erwartet. Als deutscher Torwart sollte man ein Elfmeterschießen gewinnen. Die vier Schützen haben super geschossen. Jetzt kommt wieder eine große Herausforderung. Die Leute sollen feiern, ich bereite mich jetzt wieder vor.
Oliver Neuville: Das war ein schweres Spiel. Beide Mannschaften haben wenige Chancen gehabt, aber Gott sei Dank haben wir gewonnen. Wir haben gekämpft bis zur letzten Sekunde, das Elfmeterschießen ist auch Glückssache. Da haben wir mehr Nerven gehabt und deswegen gewonnen. Ich wusste schon, wohin ich schießen wollte, zum Glück hat es gut geklappt.
Miroslav Klose: Es war ein faszinierendes Spiel. Ich bin total aus der Puste und kann kaum noch reden, weil wir so gefeiert haben. Der Sieg im Elfmeterschießen war ein bisschen glücklich, aber letztlich verdient. Wir wollten unbedingt selbst agieren, selbst das Spiel machen. Das ist uns später auch gelungen. Wir Stürmer haben heute ein bisschen in der Luft gehangen.
Michael Ballack: Das war sensationell. Das Spiel war vielleicht nicht so interessant für die Zuschauer von den Torchancen her. Aber wir haben super gestanden und super gefightet. Die Mannschaft hat es sich verdient. Das ist ein großer Lauf, den wir im Moment haben. Wir spielen seit WM-Beginn sehr, sehr gut und sind auf hohem Niveau konstant. Da sieht man, was in der Mannschaft steckt.
David Odonkor: Es war ein anstrengendes und spannendes Spiel, jetzt müssen wir die Freude einfach rauslassen. Das hat uns auch Jürgen Klinsmann in der Kabine gesagt - aber auch, dass wir weiter konzentriert sein sollen.
Bastian Schweinsteiger: Nach dem 0:1 wollten wir unbedingt das Tor machen. Gott sei Dank hat das geklappt. Es war ein typisches Unentschieden-Spiel, jeder hat versucht, keinen Fehler zu machen. Im Elfmeterschießen braucht man Glück und das hatten wir. Es hat einfach Spaß gemacht und ich will noch nicht in den Urlaub. Die Jungs haben gute Elfmeter geschossen. Gott sei Dank hat Jens zwei gehalten.
Lukas Podolski: Das war bestimmt kein schönes Spiel, aber enorm spannend. Da haben zwei richtig gute Mannschaften gegeneinander gespielt. Ich war vor dem Elfmeter schon ein wenig nervös, aber ich wusste, ich haue ihn rein. Jetzt können wir eine richtig breite Brust haben. Mir ist ganz egal, wer da als Gegner kommt.
Torsten Frings: Das war ein absolut verdienter Sieg. Wir haben grandios gespielt. Nach dem 0:1 wussten wir, dass wir mehr Kraft haben. Als fünfter Elfmeterschütze wäre ich einfach hingegangen und hätte das Ding rein gehauen.
Arne Friedrich: Es war ein überwältigendes Erlebnis, heute dabei gewesen zu sein. Wir haben gegen eine Weltklassemannschaft gewonnen und können stolz auf unsere Leistung sein. Ich bin froh, dass die Mannschaft und die Trainer immer zu mir gestanden haben. Ich selbst habe mich stetig gesteigert.
Christoph Metzelder: Heute mussten wir zum ersten Mal bei diesem Turnier einem Rückstand hinterherlaufen. Wir wir uns gegen diese Klassemannschaft zurückgekämpft und dann auch die Kontrolle über das Spiel übernommen haben, das war schon phänomenal.
Jürgen Klinsmann (Nationaltrainer Deutschland): Das war ein Krimi wie ein Hitchcock-Film. Wir haben nimmer an uns geglaubt und waren absolut sicher, dass wir zurückkommen auch nach dem 0:1. Auch im Elfmeterschießen hatten wir das Gefühl, das packen wir. Da ist eine Mannschaft zusammen gewachsen in den letzten sechs Wochen, die sagt: Wir wollen Weltmeister werden.
Es sind die zwei besten Mannschaften dieses Turniers zusammen getroffen. Da tut es weh, wenn in so einem Spiel das Elfmeterschießen entscheiden muss. Trotz des Elfmeterschießens: Wir hatten es verdient. Wir haben in Jens Lehman einen starken Torhüter, der in seiner Karriere schon viele Elfmeter gehalten hat. Heute hat er wieder zwei Dinger weg gehauen. Deshalb sind wir im Halbfinale. Wir sind stolz auf das Team, nicht nur auf die, die auf dem Platz standen, sondern auf alle 23. Es ist fantastisch, was jetzt los ist in ganz Deutschland.
José Pekerman (Nationaltrainer Argentinien): Es ist ein großer Schmerz für Argentinien. Es war ein großes Viertelfinale auf hohem Niveau. Ich gratuliere den Deutschen zu einem großen Spiel und hoffe, dass die Mannschaft sehr weit kommt.
Oliver Bierhoff: Wir haben vielleicht auch ein bisschen voreilig gesagt, wir wollen Weltmeister werden. Aber das ist auch unser Ziel. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mit Druck umgehen kann. Einen Großen geschlagen zu haben, gibt uns weiteres Selbstvertrauen. Es ist so eine Freude, wir sind mit so viel Begeisterung dabei. Das können wir nutzen, um wirklich Weltmeister zu werden. Jetzt ist jeder heiß und sagt: Jetzt gehen wir bis ganz zum Ende.
Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): Man kann richtig stolz auf diese Truppe sein. Das war eine grandiose Leistung. Diese Mannschaft macht Spaß. Jetzt ist die Chance da, alles zu erreichen. Das Tor steht weit offen dafür.
Christoph Daum: Wenn ich alle Spiele Revue passieren lasse: Bis auf einige Szenen von Brasilien habe ich keine Mannschaft gesehen, vor der wir uns verstecken brauchen. Wie haben etwas ganz wertvolles dazugewonnen: Wir haben einen Rückstand aufgeholt. Das gibt eine doppelte Portion Selbstvertrauen.
Guido Buchwald (Weltmeister 1990 und Trainer Urawa Red Diamonds): Super Sache, super Spiel! Obwohl es nach Elfmeterschießen war, haben wir verdient gewonnen, wenn man die gesamten 120 Minuten nimmt. Ich habe mitgefiebert und mitgeschwitzt.
Bernd Cullmann (Weltmeister 1974): Das war eine großartige Leistung unserer Mannschaft. Ganz toll, wie dieses Team nach dem Rückstand gegen einen der Top-Favoriten zurückgekommen ist. Im Elfmeterschießen brauchst du immer Glück, aber diese Mannschaft zeigte schon zuvor Herz und Moral. Michael Ballack konnte in der Schlussphase kaum noch laufen, ging aber trotzdem zum Elfmeterpunkt. Das zeigt, dass es im Team stimmt. Jetzt ist alles möglich.
Christian Ziege (Europameister 1996): Kompliment, das war eine überragende Leistung. Ein 0:1 gegen Argentinien aufzuholen, ist eine der schwersten Aufgaben. Aber dieses Team hat es geschafft. Im Elfmeterschießen sind wir ohnehin die Besten der Welt und haben immer die besten Keeper auf unserer Seite.
Bernd Hölzenbein (Fußball-Weltmeister 1974): Das war Gänsehaut pur und ein wunderbares Erlebnis, das ich hier in Berlin gefühlt habe. Zur Halbzeit habe ich nicht mehr an das Halbfinale geglaubt. Aber die Elfmeter wurden so perfekt und eiskalt verwandelt und die Mannschaft hat wunderbar gekämpft und den Sieg absolut verdient. Nur weiss ich nicht, wohin diese tolle Reise noch geht.
Bernard Dietz (Europameister 1980): Glückwunsch an diese deutsche Mannschaft. Nach dem 0:1-Rückstand ging ein Ruck durchs Team und wir waren im Spiel. Der Ausgleich war toll herausgespielt. Meiner Meinung nach hat Argentiniens Trainer Pekerman das Spiel verloren, indem er Riquelme und Crespo auswechselte. Er wollte wohl den Vorsprung halten, wurde aber bitterböse bestraft.
Angela Merkel (Bundeskanzlerin): Ich konnte nicht auf meinem Stuhl sitzen bleiben. Als wir das Elfmeterschießen erreicht hatten, hatte ich wieder mehr Vertrauen. Die Verlängerung war für mich viel härter. Es war ein sensationelles Spiel, Argentinien ist ja nicht irgendwer. Heute Abend freuen wir uns, dann müssen wir unheimlich achtsam sein. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Bundespräsident Horst Köhler: Mein Pulsschlag ist noch sie so hoch gewesen. Aber ein tolles Ende, dank Jens Lehmann. Es ist klingt jetzt komisch, aber nach dem 1:1 hatte ich das Gefühl, die Deutschen machen das. Im Endspiel werden sie sein, und ich glaube, die werden Weltmeister. Ich weiß nicht, ob man das Nationalgefühl noch steigern kann. Aber selbst wenn die deutsche Mannschaft ausgeschieden wäre, dieses gute Gefühl, die Freude, die gute Gastgeberschaft wären nicht zerstört worden.
Michael Schumacher (Formel-1-Rekordweltmeister): Ich bin natürlich absolut begeistert, dass wir die Runde geschafft haben, denn Argentinien ist ja schon einmal eine Nummer gewesen. Die zu besiegen ist, klasse. Superspiel, haben sich alle aufgeopfert. Ich bin richtig begeistert.
Jürgen Rüttgers (CDU-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen): Das Spiel hat Nerven gekostet.
Rolf Schumacher (Deutscher Botschafter in Buenos Aires vor argentinischen Gästen): Das war ein wirklich ausgeglichenes Spiel, und ich freue mich sehr, dass eine Mannschaft gewonnen hat.
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