Gelsenkirchen - Nach dem Sieg der deutschen Nationalelf im WM-Viertelfinale ist es in Gelsenkirchen zu Auseinandersetzungen zwischen deutschen und englischen Fans gekommen.
Nach gegenseitiger Provokationen seien etwa 1000 meist alkoholisierte Fußball-Anhänger rund um den Hauptbahnhof aneinander geraten, Flaschen seien geflogen, sagte ein Polizeisprecher. Sicherheitskräfte trennten die Gruppen. 53 Krawallmacher wurden von der Polizei festgesetzt, und so eine größere Randale verhindert.
Von den Personen, die die Polizei aus dem Verkehr zog, stammten 31 aus Deutschland, 13 aus England und die übrigen aus anderen Ländern. 32 der Krawallmacher wurden festgenommen - ihnen wird vor allem Körperverletzung vorgeworfen. Die anderen 21 Fans blieben in Polizeigewahrsam, weil sie Platzverweise nicht befolgten.
Ein englischer Fan sei durch eine Glasflasche schwer verletzt worden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Er habe die Klinik aber auf eigenen Wunsch wieder verlassen, um weiterzufeiern. Die Polizisten kamen ohne Blessuren davon.
Die englischen Fans feierten unterdessen ausgelassen weiter. Mit einer Polonaise zogen sie an den Polizeiketten vorbei, warfen ihre Bierbecher in die Luft und sangen God save our Queen. Die Polizei vermutet, dass auch gewaltbereite Hooligans unter den Fans waren. Gegen Mitternacht hatte sich die Lage beruhigt, vereinzelt wurden weitere Fans festgesetzt. England trifft in Gelsenkirchen im Viertelfinale auf Portugal.
In Frankfurt an der Oder (Brandenburg) haben betrunkene Fußballfans Polizisten mit Flaschen beworfen. 20 Personen seien unter anderem wegen Beleidigung und Sachbeschädigung in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand. Einem Beamten wurde das Funkgerät gestohlen, der Dieb konnte jedoch gestellt werden. Ansonsten berichtet die brandenburgische Polizei von einem überwiegend friedlichen ersten Viertelfinaltag.
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