Berlin - Von den zur Fußball-WM geschaffenen 50 000 befristeten Jobs in Tourismus und Gastgewerbe wird nach Ansicht der Bundesregierung gut die Hälfte noch im kommenden Jahr Bestand haben.
Das ist ein gutes Signal für den Arbeitsmarkt, sagte der Tourismusbeauftragte der Regierung, Ernst Hinsken (CSU), in einem dpa-Gespräch. Aus touristischer Sicht sei die WM für Deutschland ein außerordentlicher Erfolg geworden. Auch wenn wir auf dem Platz nicht Weltmeister werden, als Organisations- und Gastgeberland sind wir es schon.
Mit bislang zwei Millionen ausländischen Gästen sei die Prognose verdoppelt worden. Knapp die Hälfte der Besucher blieb länger als eine Woche in Deutschland. Dabei übernachteten 50 Prozent in Hotels, 12 Prozent auf Campingplätzen, 9 Prozent in Pensionen und 18 Prozent bei Freunden oder Verwandten.
Die WM ist die beste Werbung für Deutschland seit vielen Jahren. Diese Euphorie wollen wir weiter nutzen, sagte Hinsken. Er rief alle Fußballfans auf, auch die Spiele der Behinderten-WM (26. August bis 17. September) zu besuchen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wolle sich mindestens ein Match live im Stadion anschauen.