Berlin - Es handelt sich nicht um eine Festveranstaltung der Unparteiischen nach dem WM-Ende. Wenn die Begegnung unterbrochen ist, ohne dass ein Regelverstoß vorlag, gibt es einen Schiedsrichter-Ball - zum Beispiel, wenn sich ein zweiter Ball auf dem Feld befindet.
Die Spielleiter haben bei der WM auffällig oft schnell reagiert, sobald ein Verletzter am Boden lag. Wenn die Sanitäter ihre zuweilen schwere Pflicht erledigt haben, bittet der Schiedsrichter einen Spieler jeder Mannschaft zu sich und lässt den Ball fallen. Er darf erst berührt werden, wenn er auf den Rasen geplumpst ist. Die Fußball-Profis streiten dort ausnahmsweise nie um den Ball. Das Team, das ihn zuvor hatte, erhält die Kugel meist ohne Umstände zurück.
Das soll auch so sein, wenn der Ball ins Aus gespielt wurde, um eine Behandlung zu ermöglichen. Arsenal London hielt sich 1999 im englischen Pokal nicht an diese Anstandsregel und traf prompt zum Siegtor gegen Sheffield. Arsenals französischer Trainer Arsene Wenger schlug sofort ein Wiederholungsspiel vor. Die Engländer mögen es zwar rau, aber faule Tricks widersprechen ihrer Vorstellung von Fairplay.
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