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Innensenator geht gegen Werder-Sponsor vor | 2006-07-07


Bremen - Bremens Innensenator Thomas Röwekamp (CDU) hat Werder Bremen eine Unterlassungsverfügung wegen des neuen Hauptsponsors betandwin zugestellt. Nach Ansicht Röwekamps darf der Fußball-Bundesligist nicht mit dem privaten Wettanbieter als Trikotsponsor werben.

Werders Mediendirektor Tino Polster bestätigte den Eingang der Verfügung und kündigte einen Einspruch des Clubs beim Verwaltungsgericht Bremen an. Das Gericht wird im Eilverfahren entscheiden, sagte Polster.

Der deutsche Vizemeister nahm als erste Reaktion alle Hinweise auf den Sponsoringpartner im Internet von seiner Website www.werder-online.de. Die Bremer Innenverwaltung beruft sich bei ihrem Vorgehen gegen betandwin auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig gegen illegale Wettanbieter. Nach Ansicht des Vereins ist das Internet-Unternehmen betandwin dagegen kein stationärer Wettanbieter und deshalb rechtlich nicht zu beanstanden.

Das Team von Werder-Trainer Thomas Schaaf hat bisher den neuen Sponsor auf Trikots und Trainingsbekleidung nicht präsentiert. Dies liegt laut Polster aber nicht an der juristischen Auseinandersetzung. Das Unternehmen betandwin plane einen neuen Markenauftritt mit geändertem Design. Eine Entscheidung darüber soll am 13. Juli in Wien fallen. Der Wettanbieter ist auch der Partner der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei der Auslandsvermarktung und beim anstehenden Ligapokal.


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