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Notizen von der Fußball-WM | 2006-07-07


GRÖSSTER ZIRKUS: Der Circus Maximus wird beim WM-Endspiel zur Hauptarena für die römischen Tifosi: Insgesamt drei Mega-Leinwände sowie eine gigantische Audio-Anlage seien auf dem weiten Feld installiert worden, berichtete die Zeitung La Repubblica.

Die Einsatzkräfte erwarten Hunderttausende von Fans, die in Party-Atmosphäre das Endspiel Italien-Frankreich verfolgen wollen. Dutzende Krankenwagen, 500 freiwillige Helfer und zahlreiche Polizisten sollen für den reibungslosen Ablauf der Fußballfestes sorgen. Neben den Riesenbildschirmen im Circus Maximus seien überall in der Ewigen Stadt weitere Leinwände installiert worden. Unterdessen hat die römische Oper eine für den Final-Tag geplante Aufführung von Puccinis Madame Butterfly in den Caracalla-Thermen auf den nächsten Tag verschoben.

DREI MAL FINALE: Zum dritten Mal kommentiert Marcel Reif am Sonntag ein WM-Finale. Wie der Sender Premiere in München weiter mitteilte, ist der in Zürich lebende Chefkommentator damit der Deutsche mit den meisten Finaleinsätzen hinter der Fernsehlegende Rudi Michel (84), der dieses Fußball-Großereignis fünf Mal für die Fernsehzuschauer erklärt hat. Reif kommentierte schon die WM-Endspiele 1994 und 2002. Für die ARD kommentiert Reinhold Beckmann das Finale zwischen Frankreich und Italien.

FERNSEHER: In Nordafrika verfolgen Millionen Menschen die Fußball-WM am Schweizer Fernsehen. Darüber berichtet die Basler Zeitung. Wie es hieß, seien die Preise, die der arabische Paysender RT von den Endabnehmern verlangte, von Zuschauern in den Maghreb-Staaten Algerien und Marokko als weit überzogen empfunden worden. Retter in der Zuschauernot sei dann das Schweizer Fernsehen gewesen. Denn einer Gruppe von Hackern mit dem Namen Derb Ghallef (der Name bezeichnet einen Flohmarkt in Casablanca) sei es gelungen, den Code zum Empfang jener Sender zu knacken, die von der Schweizer Firma Viaccess über Satellit verbreitet werden. Zu den illegal freigeschalteten Kanälen zählt die französisch-sprachige Télévision Suisse Romande (TSR). Seitdem schauen Millionen Nordafrikaner fröhlich nicht mehr in die Röhre, sondern TSR, berichtet der Mitarbeiter der Zeitung. Viele in der Region sprechen Französisch.

WIR WOLLEN KLINSI: Mit einer T-Shirt-Aktion wollen Fans von Jürgen Klinsmann für den Verbleib des offenbar noch wankelmütigen Bundestrainers im Amt werben. Der Klinsmann Supporter Klub (KSK) will dazu am Wochenende 10 000 Gesinnungsgenossen mit kostenlosen Klinsmann-Supporter-Shirts strategisch platzieren: Mit der Botschaft Klinsmann muss bleiben! soll beim Spiel um Platz Drei im Stuttgarter Stadion und beim Empfang der deutschen Elf auf der Berliner Fanmeile geworben werden. Das müsste dann wohl auch der Genannte irgendwann mitbekommen.


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