Italien:
1 Gianluigi Buffon (Juventus Turin/28 Jahre/66 Länderspiele):
Die Nummer eins Italiens gilt als bester Torwart der WM und für viele als der beste der Welt. Das einzige Gegentor in Deutschland kassierte der Lebemann beim 1:1 gegen die USA von seinem Teamkollegen Cristian Zaccardo. Der Juve-Keeper spielte bislang absolut fehlerlos.
19 Gianluca Zambrotta (Juventus Turin/29/57):
Auf der rechten Abwehrseite die Souveränität in Person. Abgeklärt, fair und mit gutem Auge. Sein erstes Länderspiel-Tor gegen die Ukraine nach zwei Jahren widmete er Gianluca Pessotto, der nach seinem Selbstmordversuch auf dem Wege der Besserung ist.
23 Marco Materazzi (Inter Mailand/32/31):
Alessandro Nestas Pech war sein Glück bei dieser WM. Der Edel-Reservist spielte seit dem dritten Vorrundenspiel an der Seite von Abwehrchef Fabio Cannavaro in der Innenverteidigung, weil Nesta mit einer Adduktorenzerrung ausfiel. Sicher und fehlerfrei.
5 Fabio Cannavaro (Juventus Turin/32/100):
Der Kapitän ist der beste Abwehrchef der Welt und für Diego Maradona sogar der beste Spieler dieser WM. Überragend im Stellungsspiel, schnell und trotz seiner nur 1,75 Meter kopfballstark. In Berlin wird er vor Buffon wieder eine Mauer errichten.
3 Fabio Grosso (FC Palermo/28/22):
Der Held des Halbfinals gegen Deutschland. Mit seinem Tor zum 1:0 in der 119. Spielminute ebnete er den Azzurri den Weg ins Finale. Souverän auf der linken Abwehrseite und sehr schnell über die Flügel. Bislang in Palermo, verteidigt er ab der kommenden Saison für Inter Mailand.
16 Mauro Camoranesi (Juventus Turin/29/25):
Der Mann mit dem langen Zopf ist über den rechten Flügel brandgefährlich. Zusammen mit seinem Hintermann Zambrotta bildet er ein grandioses Tandem.
8 Gennaro Gattuso (AC Mailand/28/46):
Der unermüdliche Kämpfer wurde zum Inbegriff italienischer Einsatzbereitschaft. Keiner rackert so viel wie der robuste Mittelfeldspieler, der von sich sagt: Wenn ich Pirlo sehe, frage ich mich, ob ich mich überhaupt Fußballer nennen darf? Gegen Frankreich soll er Zidane ausschalten.
21 Andrea Pirlo (AC Mailand/27/30):
Der Regisseur der Azzurri im defensiven Mittelfeld lief bei dieser WM zu absoluter Höchstform auf. Fantastische Flanken über 50 Meter, ein grandioses Auge für die Situation und gefährliche Freistöße sind sein Markenzeichen. Gegen Deutschland war er der Beste.
20 Andrea Perrotta (AS Rom/28/30):
Der Antreiber über die linke Seite. Stark auch in der Defensivarbeit, wo er für Grosso aushilft, wenn der zu seinen Flankenläufen ansetzt. Versteht sich bestens mit seinem AS Rom-Teamkollegen Francesco Totti.
10 Francesco Totti (AS Rom/29/57):
Genial, ein Superstar und doch gelang ihm auch bei dieser WM bislang noch nicht der Durchbruch. Nach seinem Wadenbeinbruch Mitte Februar ist der Spielmacher aber wieder in Top-Form. Das Finale gegen Frankreich wird für den Römer wahrscheinlich der letzte große Auftritt in der Nationalelf sein.
9 Luca Toni (Fiorentina/28/23):
Beim Torschützenkönig der Serie A ist der Knoten vor dem Finale geplatzt. Mit zwei Toren gegen die Ukraine schoss sich der Stürmer im Viertelfinale warm. Gegen Deutschland erfolglos, will der Florentiner im Finale gegen Frankreich in die Fußstapfen des legendären Paolo Rossi treten.
Frankreich:
16 Fabien Barthez (Olympique Marseille/35/86):
Der älteste Spieler im routinierten französischen Team, dessen Nominierung anstelle des für Insider besseren Grégory Coupet als Nummer 1 umstritten war. Dem Weltmeister von 1998 unterliefen bisher keine gravierenden Fehler, aber Sicherheit und Ruhe strahlt der Glatzkopf nicht unbedingt aus.
19 Willy Sagnol (Bayern München/29/44):
Auf den soliden Rechtsverteidiger ist wie immer Verlass. Einer der Wortführer in der Équipe tricolore, der den während der WM gewachsenen Teamgeist personifiziert. Konnte seine Offensivstärke mit seinen Maßflanken noch nicht so richtig ausspielen. Kann mehr, als er bisher zeigte.
15 Lilian Thuram (Juventus Turin/34/120):
Der französische Rekord- Nationalspieler gilt als der Intellektuelle unter den Blauen. Seine Routine und Zweikampfstärke gibt der viel gelobten Deckung den nötigen Halt. Angesichts des Hypes um Zinédine Zidane fast in Vergessenheit geraten: Auch er beendet nach der WM seine Karriere.
5 William Gallas (FC Chelsea/28/46):
Zusammen mit Thuram der Garant für das starke Bollwerk im zentralen Abwehrbereich. Im gesamten Turnierlauf wohl der konstanteste französische Spieler. Der Mann von der Insel hat die besten Zweikampfwerte.
3 Eric Abidal (Olympique Lyon/26/13):
Der Nachfolger von Bixente Lizarazu hat sich im Duell um den Stammplatz auf der linken Deckungsseite gegen ManU-Verteidiger Mikael Silvestre zwar durchgesetzt. Gegen Portugal zeigte er, dass er einer der wenigen Schwachpunkte im französischen Kollektiv ist.
4 Patrick Vieira (Juventus Turin/30/93):
Der 1,92 Meter große Juve-Riese ist im defensiven Mittelfeld der beste und konstanteste Spieler. Nicht nur für Trainer Raymond Domenech der aussichtsreichste Anwärter auf das Prädikat Bester WM-Spieler. Räumt in der Defensive auf und sorgt in der Offensive für Druck: Zwei Tore, zwei Vorlagen.
6 Claude Makelele (FC Chelsea/33/49):
Wie bei Zidane und Thuram hat sich seine Rückkehr bezahlt gemacht. Die ideale Ergänzung zu Vieira im defensiven Mittelfeld. Hält Zidane den Rücken frei. Besticht durch Routine und hohe Laufbereitschaft. Prototyp des Teamplayers.
22 Franck Ribéry (Olympique Marseille/23/9):
Der junge Mann aus Marseille ist die große Entdeckung bei der WM. Mit seiner dynamischen Spielweise sicherte sich der als Joker in die WM gestartete Mittelfeldspieler einen Stammplatz. Das belebende Element hauchte dem alternden Team frischen Atem ein. Dribbelstark und Zug zum Tor.
10 Zinédine Zidane (Real Madrid/34/107):
Auf seiner Abschiedstournee widerlegte der 34-Jährige von Spiel zu Spiel alle Zweifler an seinen nach wie vor außergewöhnlichen Fähigkeiten. Der unnachahmliche Künstler am Ball ist nach seinem Comeback wieder Herz und Kopf der Blauen. Ohne ihn wären sie nicht im Finale.
7 Florent Malouda (Olympique Lyon/26/18):
War in der Vorbereitung einer der Lichtblicke. Konnte diesen guten Eindruck bei der WM aber noch nicht bestätigen. Der in Guyana gebürtige Linksfuß ist einer der wenigen, der eine gegnerische Abwehr mit Distanzschüssen in Verlegenheit bringen kann.
12 Thierry Henry (FC Arsenal/28/84):
Könnte der Schlüsselspieler im Finale werden. Dort kann und will er endlich zeigen, was er bisher verborgen hat: einer der weltbesten Stürmer zu sein. Er kann noch mehr als er trotz seiner drei WM-Tore bisher zeigte. Stellt seine individuelle Stärke voll in den Dienst der Mannschaft.
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