Erste Straßenfußball-WM in Berlin endet | 2006-07-08
Berlin - Fußball für Verständigung und Frieden: Die erste Weltmeisterschaft der Straßenkicker in Berlin war aus Sicht der Organisatoren ein großer Erfolg. Es herrschte klasse Stimmung, das Stadion war voll, sagte eine Sprecherin.
Das Turnier, zu dem 22 Teams aus sozialen Projekten in Kreuzberg gegeneinander angetreten waren, sollte am Abend mit dem Finale zu Ende gehen. Der Siegerpokal Copa Andrés Escobar ist nach dem kolumbianischen Nationalspieler benannt, der nach einem Eigentor bei der WM 1994 ermordet worden war.
Das Turnier war als Teil des offiziellen Kunst- und Kulturprogramms der WM von FIFA-Präsident Joseph Blatter und Außenminister Frank-Walter Steinmeier eröffnet worden. Gespielt wurde auf dem 15 Mal 25 Meter großen Kunstrasenfeld eines eigens errichteten Stadions aus Gerüststangen auf dem Mariannenplatz. Die Mannschaften haben sich den Kampf gegen Gewalt, Drogen und Rassismus auf die Fahnen geschrieben. Angetreten war unter anderem auch eine gemeinsame Mannschaft mit Spielern aus Israel und Palästina. Für politischen Wirbel hatte im Vorfeld gesorgt, dass die deutschen Behörden Teams aus Ghana und Nigeria keine Visa für die Einreise erteilt hatten.