Kahn: Von den Fans mit Sprechchören gefeiert, konnte er sich gegen die Portugiesen auszeichnen. Stark gegen Pauleta (15.) und Deco (64.). Versuchte, bei Abwürfen das Spiel schnell zu eröffnen.
Lahm: Erstmals hinten rechts und weniger offensiv als gewohnt, abgeklärt nach hinten. 20 Minuten brauchte er zur Umstellung - auch bei den Flanken. Dann wieder mutiger - Volleyschuss (60.).
Metzelder: Beim wohl letzten Auftritt mit Bart sicher. Ohne Show gewann er souverän die Zweikämpfe, bereitete die Kehl-Chance per Kopfball vor (5.). In brenzligen Situationen immer da.
Nowotny: Kam überraschend für den verletzten Huth zum WM-Debüt. Suchte kurz die Orientierung mit Aussetzer bei Pauleta-Chance, dann aber sicherer. Ein versöhnlicher Abschluss für den Reservisten.
Jansen: Keine Spur von Lampenfieber beim WM-Neuling. Behauptete sich gegen Ronaldo, spielte frech nach vorne. Manchmal etwas zu forsch nach vorn, konnte Figos Flanke vor dem 3:1 nicht verhindern.
Schneider: Teilweise unkonzentriert, vor allem bei einigen schlechten Standards. Dem erfahrensten Feldspieler waren die WM-Strapazen anzumerken. Aber ein insgesamt starkes Turnier.
Kehl: Überzeugte wie gegen Italien, einer der Besten. Stellte die Räume zu, suchte den Abschluss per Direktabnahme (5.) und Schlenzer (20.). Griff aufmerksam ins portugiesische Mittelfeldspiel ein.
Frings: Holte sich nach abgesessener Sperre mit viel Wut im Bauch gleich die Gelbe Karte ab (7.). Grätschte viel und erfolgreich, übernahm Verantwortung nach vorn und unterstrich seine Wichtigkeit.
Schweinsteiger: Nach Anlaufproblemen der überragende Mann: Zwei Mal überraschte er Portugals Torhüter Ricardo mit Weitschüssen, zwang dazu Petit zum Eigentor. Sein zweiter Doppelpack im Nationaltrikot.
Klose: Spritzig, sprintstark, voller Esprit - beeindruckend wie während der gesamten WM. Scheiterte beim wieder mannschaftsdienlichen Auftritt mit Schuss (8.), steuert aber der Torjäger-Krone entgegen.
Podolski: Ungefährlich wie zum WM-Auftakt, hoffte nur auf die Einfälle seiner Mitspieler. Lief oft falsch. In der zweiten Halbzeit war der Neu-Münchner präsenter, aber nicht wirkungsvoller.
Neuville: Auch im letzten Spiel war Klinsmanns Edeljoker wieder dabei. Kam in der 65. Minute für Klose und beendete seine zweite WM auf dem Feld.
Hanke: Erst gesperrt, danach auf der Bank und zum Schluss doch noch ein 20-minütiges WM-Debüt. Das war auch Klinsmanns Dank für sein klagloses Reservisten-Dasein.
Hitzlsperger: Auch der Stuttgarter bekam in den letzten 12 Minuten noch seinen WM-Einsatz. Der Trainings-Weltmeister erfüllte seine Weltmeisterschafts-Rolle.
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