Berlin - Die argentinischen Fußball-Nationalspieler Leandro Cufre und Maxi Rodriguez sind nach ihren Tätlichkeiten im Anschluss an das WM-Viertelfinale gegen Deutschland glimpflich davongekommen.
Cufre muss für seinen Tritt in den Unterleib des deutschen Verteidigers Per Mertesacker vier Pflichtspiele pausieren und 10 000 Schweizer Franken (6400 Euro) Geldstrafe zahlen. Rodriguez, der Bastian Schweinsteiger heftig auf den Hinterkopf geschlagen hatte, wurde für zwei Partien gesperrt und muss 5000 Schweizer Franken zahlen. Das gleiche Strafmaß erhielt Englands Star Wayne Rooney von der Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA für seine Rote Karte nach einer Tätlichkeit gegen Ricardo Carvalho im Viertelfinale gegen Portugal.
Rodriguez hat die Tumulte nach dem Elfmeterschießen gegen Deutschland im Berliner Olympiastadion am 30. Juni inzwischen bedauert. Der Streit mit den Deutschen war ein Moment der Aufregung. Jetzt bereue ich es. Aber sie haben uns sehr gehänselt, vor allem als Ayala beim Elfmeterschießen scheiterte. Das hat uns sehr ärgerlich gemacht, weil wir nie das Unglück anderer feiern würden, sagte der dreifache Turnier-Torschütze der Sportzeitung Ole, noch bevor das Strafmaß bekannt war.
Mit den Strafen gegen die Argentinier zog die FIFA einen Schlussstrich unter die Auseinandersetzungen. Am Montag war der Deutsche Torsten Frings als Folge der von den Argentiniern ausgelösten Tumulte im Anschluss an das Elfmeterschießen für zwei Spiele gesperrt worden, eins davon auf Bewährung. Dadurch hatte der Bremer das WM-Halbfinale gegen Italien in Dortmund verpasst. Frings hatte sich mit einem Schlag ins Gesicht des Argentiniers Julio Cruz ein deutlich geringeres Vergehen geleistet als Cufre und Rodriguez. Cruz, der ihn zuvor attackiert hatte, kam ohne jede Bestrafung davon.
Cufre und Rodriguez müssen ihre Strafen bei der kommenden Südamerika-Meisterschaft abbüßen. Vor dem Turnier im Sommer 2007 in Venezuela bestreitet Argentinien keine Pflichtspiele mehr. Englands Jungstar Rooney, der Carvalho bei einem Zweikampf in den Unterleib getreten hatte, ist in den ersten beiden Spielen der Qualifikation zur EM 2008 am 2. September gegen Andorra und am 6. September in Mazedonien nicht spielberechtigt. Der englische Verband FA hat die Strafe bereits akzeptiert.
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