Rostock - Die Verantwortlichen des FC Hansa Rostock wollten auch nach der zweiten Saisonniederlage nicht alles schwarz malen. Doch mehr als ein freundliches Anthrazit war die Leistung des Bundesliga-Aufsteigers beim 1:2 (0:2) gegen den 1. FC Nürnberg nicht.
Und so sehen die Rostocker Handlungsbedarf, um das Ziel Klassenverbleib nicht frühzeitig aus den Augen zu verlieren. Trainer Frank Pagelsdorf hat bereits einen Stürmer im Blick. Am Mittwoch testen die Norddeutschen mit Victor Agali einen alten Bekannten.
Wenn wir einen Spieler finden, der zu uns passt und der uns weiterhilft, werden wir ernsthaft darüber nachdenken, sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Grabow. Am Mittwoch soll Agali vorspielen, der schon zwischen 1998 bis 2001 das Hansa-Trikot trug und anschließend für zehn Millionen Mark zum FC Schalke 04 wechselte. Der Nigerianer spielte insgesamt 120 Mal in der Bundesliga und schoss dabei 31 Tore. Noch nie in Deutschland aktiv war Henrik Larsson. Der Name des 92-maligen schwedischen Nationalspielers, der unter anderem für Celtic Glasgow, den FC Barcelona und Manchester United spielte und momentan beim schwedischen Erstligisten Helsingborgs IF unter Vertrag steht, wird in Rostock ebenfalls hoch gehandelt. Er bräuchte nicht zur Probe kommen, sagte Rostocks Manager Herbert Maronn, der das Thema Larsson aber nicht weiter vertiefen wollte.
Denn vor allem im Angriff drückt Hansa der Schuh. Gegen den Club gelang Innenverteidiger Orestes (63.) das erste Rostocker Saisontor erst, nachdem Tomas Galasek (16.) und Peer Kluge (25.) mit Distanzschüssen bereits alles klar gemacht hatten. Doch nicht nur im sportlichen Bereich gibt es in Rostock Baustellen. Der Zwist zwischen Verein und einigen Fangruppen sorgt für zusätzlichen Zündstoff. Bei diesen Personen brauche ich nicht mit Argumenten zu kommen. Wir werden uns aber nicht von unserem Weg abbringen lassen. Diese Angriffe werden wir durchstehen, kommentierte Hansa-Boss Grabow.
In der zweiten Halbzeit gegen Nürnberg kam es zu Tumulten. So sollen nach Aussagen von Veranstaltungsleiter Rainer Friedrich rund 150 Hansa-Fans die Polizei massiv bedrängt haben. Augenzeugen berichteten von Schlägereien, nachdem die Polizei einen Fan abführte, der eine Nürnberger Fahne im Hansa-Fanblock aufgehängt hatte. In der Nacht zuvor war es zu einem Farbbeutel-Anschlag auf das Rostocker Fußball-Stadion gekommen. Ziel des Angriffs war das neue Logo des Stadions, das ab dieser Saison DKB-Arena heißt.
Club-Trainer Hans Meyer sah trotz des ersten Saisonsieges nicht alles rosarot. In der zweiten Halbzeit haben wir uns eher selbst vergewaltigt, sagte er und verwies auf den unterschiedlichen Fitness-Zustand der Spieler. Wir wissen immer noch nicht, wo wir stehen. Sein Sportdirektor Martin Bader blickte zuversichtlicher voraus: Wenn alle Spieler das gleiche Level haben, wird es schwer, uns zu schlagen. Ob die Nürnberger im nächsten Spiel auf Neuzugang Angelos Charisteas zurückgreifen können, ist indes fraglich. Der Stürmer zog sich in Rostock eine Sprunggelenksverletzung zu.
Bayern verhüllte Stadion-Namen gegen JuventusUmarmungStatistik zu 1. FC Nürnberg - Eintracht FrankfurtCesare Prandelli ersetzt Fabio Capello beim AS RomFür A-Team will Kießling noch mehr tunPause für U-21-Nationalspieler Polanski: GipsfußVöller-Elf fällt in Weltrangliste auf Rang neunHolland-Fans mussten Hosen herunter lassenVfL Wolfsburg in La Manga komplettPaulis Sall fällt vier bis sechs Monate aus1464 |
1157 |
1470 |
1647 |
1457 |
13820 |
13030 |
13585 |
13351 |
13625 |