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Oliver Kahns Stationen in der Nationalmannschaft | 2006-07-09


10. Juli 1994: Oliver Kahn ist bei der Weltmeisterschaft in den USA als Nummer drei hinter Bodo Illgner und Andreas Köpke dabei. Kahn bleibt ohne Einsatz, erlebt das Viertelfinal-Aus (1:2) gegen Bulgarien von der Bank aus.

23. Juni 1995: Kahn debütiert in Bern beim 2:1 gegen die Schweiz.

30. Juni 1996: Bei der Europameisterschaft in England, bei der Deutschland unter Berti Vogts den Titel holt, ist Kahn hinter Köpke die Nummer 2. Den EM-Pokal hält er nur als Reservist in den Händen.

4. Juli 1998: Auch bei der WM in Frankreich ist Kahn wieder nur die Nummer 2 hinter Köpke, muss beim Viertelfinal-Aus gegen Kroatien (0:3) tatenlos zusehen.

3. Juni 2000: Beim 3:2 gegen Tschechien in Nürnberg darf Kahn die Mannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld führen. Der etatmäßige Spielführer Oliver Bierhoff wird später eingewechselt.

20. Juni 2000: Bei seinem ersten Turnier als Nummer 1 wird Kahn Teil eines Debakels. Nach dem 0:3 gegen eine portugiesische B-Mannschaft ist bereits nach der EM-Vorrunde Schluss.

1. September 2001: Gegen England kassiert Kahn beim 1:5 im WM- Qualifikationsspiel erstmals fünf Gegentreffer in einem Länderspiel.

13. Februar 2002: Beim 7:1 gegen Israel in Kaiserslautern beginnt die Amtszeit von Kahn als DFB-Kapitän. Zuvor hatte Teamchef Rudi Völler Stürmer Bierhoff, der seinen Stammplatz verlor, abgesetzt.

30. Juni 2002: Bei der WM in Japan und Südkorea führt Kahn die Nationalelf ins Finale. In seinem 50. Länderspiel macht der Torhüter beim 1:0 im Viertelfinale gegen die USA seine vielleicht beste Partie im Nationaltrikot. Im Endspiel von Yokohama beim 0:2 gegen Brasilien leitet ausgerechnet der zum besten Turnierspieler gewählte Kahn die Niederlage durch einen Fehler beim ersten Tor von Ronaldo ein.

23. Juni 2004: Auch bei seiner zweiten EM als Nummer 1 scheidet er wieder nach der Vorrunde aus. Diesmal besiegelt die 1:2-Niederlage gegen eine tschechische Reservistentruppe in Lissabon den K.o.

18. August 2004: Im ersten Länderspiel unter Jürgen Klinsmann führt Michael Ballack statt Kahn als neuer DFB-Kapitän die Mannschaft an. Als Völler-Nachfolger hatte Klinsmann Kahn abgesetzt.

9. Oktober 2004: Nach dem 2:0-Sieg beim Testspiel in Teheran gegen den Iran, bei dem Lehmann im Tor steht und Kahn fehlt, wird dessen Fürsprecher Sepp Maier als Bundestorwarttrainer abgesetzt.

8. Oktober 2005: Beim 1:2 gegen die Türkei feiert Kahn ein Comeback als Kapitän für den verletzten Ballack.

22. März 2006: Kahn bestreitet beim 4:1 gegen die USA in Dortmund sein 84. Länderspiel. Da wähnt er sich noch als WM-Torhüter.

7. April 2006: Kahns schwerste sportliche Stunde: Klinsmann entscheidet sich für Lehmann als Nummer 1 bei der WM.

10. April 2006: Kahn kündigt an, auch als Nummer 2 zur WM zu fahren und sichert der Mannschaft hundertprozentige Unterstützung zu.

16. Mai 2006: Kahn startet in die WM-Vorbereitung. Eine extrem harte Zeit beginnt für ihn. Das war eine der wichtigsten Erfahrungen überhaupt für mein Leben. Es war eine schmerzliche Geschichte.

9. Juni 2006: Wie im falschen Film fühlt sich Kahn, als er das WM- Eröffnungsspiel in seiner Münchner Arena von der Bank aus verfolgt. Warum bin ich hier?, fragt er sich irritiert.

30. Juni 2006: Kahn wird zum Torhüter der Herzen. Vor dem Elfmeter- Schießen gegen Argentinien geht er zu Lehmann und spricht diesem Mut zu - eine der Szenen der Weltmeisterschaft.

8. Juli 2006: Im 86. Länderspiel führt Kahn die Mannschaft zum 49. Mal als Kapitän aufs Spielfeld. Nach dem 3:1 im kleinen WM-Finale gegen Portugal und einer fehlerlosen Partie tritt der 37-Jährige zurück: Ein schöneres letztes Länderspiel kann es nicht geben.


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