Ein Bruchteil einer Sekunde, der einen dunklen Schatten auf eine der größten Fußball-Karrieren der Welt wirft. Nach einem Kopfstoß gegen den Italiener Marco Materazzi sah Zinedine Zidane zehn Minuten vor Ende der Verlängerung des WM-Finales Italien gegen Frankreich die Rote Karte.
Dabei hätte sich Zizou selbst ein Denkmal setzen können: Bei seinem in der 7. Minute verwandelten Foulelfmeter verlud er Italiens Torwart Gianluigi Buffon genauso aufreizend wie der Tscheche Antonin Panenka 1976 Sepp Maier im EM-Finale und brachte seine Franzosen mit 1:0 in Führung. Mit einem Sieg im Elfmeterschießen hätte sich Zidane zum Held der WM in Deutschland gekrönt - doch dann kam die 110 Minute und der Blackout.