Schäuble: Keine ernsthaften Vorfälle während der WM | 2006-07-11
Berlin - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat eine positive Sicherheitsbilanz der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland gezogen. Wir hatten keine ernsthafte terroristische Bedrohung während der WM, sagte Schäuble in einem dpa-Gespräch in Berlin.
Es seien lediglich einige Verletzungen des Luftraumes registriert worden, die aber von vornherein zu vermuten gewesen seien. Für ernsthafte Aufregungen gab es keinen Anlass. Nach Angaben des Innenministeriums wurden während der vierwöchigen WM insgesamt 22 Luftraumverstöße registriert, unter anderem von Heißluftballons sowie einem Hubschrauber eines Fernsehteams. Schäuble will am Dienstagvormittag gemeinsam mit seinem bayerischen Amtskollegen Günther Beckstein (CSU) in Berlin seine WM-Bilanz vorstellen. Insgesamt war es ein unglaubliches Maß an Friedlichkeit und Gewaltfreiheit, resümierte Schäuble.
Lediglich nach dem Spiel Deutschland gegen Polen in Dortmund habe es in der Innenstadt gewisse Probleme mit immerhin einigen hundert Festnahmen gegeben, sagte Schäuble. Auch in anderen Städten sei es zu ähnlichen Vorkommnissen gekommen. Dazu komme es aber immer, wenn Hunderttausende Menschen miteinander feierten und Alkohol eine Rolle spiele. Insgesamt sei das ganze Land während der WM-Wochen unglaublich motiviert und engagiert gewesen: Eine entspannte, fröhliche Stimmung ist in der Sicherheitspolitik immer die beste Prävention.