Berlin - Nach vier Wochen WM-Ausnahmezustand kehrt die deutsche Hauptstadt zum Alltag zurück: Die Fußballarenen verschwinden aus der Berliner Innenstadt, die Sperrung der Straße des 17. Juni soll aufgehoben werden.
Die Straße sei als Verkehrsader so wichtig, dass sie nur in Ausnahmefällen zur Festmeile werden kann, erklärte die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Manuela Damianakis.
Während der WM hatten die Grünen vorgeschlagen, den Boulevard künftig an den Wochenenden für den Verkehr zu sperren und zogen als Vorbild den New Yorker Central Park heran. Eine Woche nach der WM gehört die Straße des 17. Juni noch den Fußgängern, am 15. Juli steigt dort die Love Parade.
Auch die Bundestagsarena-Kuppel und das Mini-Olympiastadion vor dem Reichstag werden abgebaut. Mit Blick auf die zubetonierte Wiese vor dem Parlament sagte Damianakis: Da muss Adidas alles wieder neu bepflanzen. Dazu habe sich der Sportartikelhersteller verpflichtet. Ein besonderes Lob zollte Damianakis nach der WM den Mitarbeitern der Nahverkehrsbetriebe, die mit ihrer Freundlichkeit zum Gelingen des Fußballfestes beigetragen hätten.
Während der Fußball-WM hat erstmals eine Veranstaltung in Deutschland mehr Besucher als das Münchner Oktoberfest angelockt. Das hat die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt mitgeteilt. Während das größte Volksfest der Welt in der bayerischen Landeshauptstadt zuletzt sechs Millionen Besucher zählte, strömten neun Millionen Gäste während der WM zum Berliner Fan-Fest.