Gewerkschaft: Längere Ladenöffnung zur WM ein Flop | 2006-07-11
Berlin - Die längeren Ladenöffnungszeiten während der Fußball-WM haben nach Ansicht der Gewerkschaft ver.di nichts gebracht. Es sei nicht mehr verkauft worden. Bestenfalls kam es zu Umsatzverschiebungen, bilanzierte ver.di in Berlin.
In den vier WM-Wochen durften die Läden von Montag bis Samstag von 6.00 bis 24.00 Uhr und an Sonntagen von 14.00 bis 20.00 Uhr öffnen. Selbst Geschäfte in guter Citylage erzielten nach Feststellung der Gewerkschaft während der zusätzlichen Öffnungszeiten nur in Ausnahmefällen akzeptable Umsätze. Diese seien obendrein teils durch Rabatte oder Sonderpreise teuer erkauft worden. Eine Reihe von Betrieben habe daher im Verlauf der Fußball-WM die längeren Öffnungszeiten wieder zurückgenommen. Ver.di vermisst außerdem die angekündigten Neueinstellungen. Stattdessen wurden die längeren Öffnungszeiten mit dem vorhandenen eigenen Personal abgedeckt, sagte Gewerkschaftssekretärin Erika Ritter.