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Kloses schwere Rückkehr nach Bremen | 2007-08-19


Bremen - Bepöbelt, getreten, verletzt: Für Nationalspieler Miroslav Klose war die Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte der befürchtete Spießrutenlauf, der trotz des Bemühens vieler Beteiligter nicht zu verhindern war.

Selbst der letzte, der es nicht wusste, dass er zu pfeifen hatte, ist im Vorfeld darauf hingewiesen worden, kritisierte Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs die in Bremen und Umgebung entfachte Hysterie gegen den Torjäger. 53 Treffer in 89 Bundesliga-Spielen für Werder schützten Klose nicht vor lautstarken Missfallensbekundungen seiner einstigen Anhänger.

Der sensible Klose versuchte dennoch, Gelassenheit zu demonstrieren. Die Pfiffe blieben in dem Rahmen, den man erwarten konnte. Es war nichts Außergewöhnliches, schilderte der Neu-Bayer seine Sicht nach der Verabschiedung durch Allofs und Clubchef Jürgen L. Born. Nur wenige Hände rührten sich - zumeist auch noch zaghaft - zum Beifall für den Mann, der wegen der Umstände seines Wechsels zu Bayern München vom Publikumsliebling zum Feindbild wurde. Die bösen Sprüche auf Spruchbändern und das gellende Pfeifkonzert vor allem aus dem Fanblock hatte der WM-Torschützenkönig nun wirklich nicht verdient.

Auch die Verletzung nicht, die sich der Angreifer schon nach drei Minuten nach einem rüden Foul seines ehemaligen Mannschaftskameraden Naldo zuzog. Klose wäre nicht Klose, wenn er nicht auch hier beschwichtigende Worte gefunden hätte. Er hat mich unglücklich getroffen. Ich glaube nicht, dass ich ihm die Schuld geben kann, meinte der Getroffene.

Sünder Naldo - ansonsten für seine faire Spielweise bekannt - sah aber auch keinen Grund zur Entschuldigung. Auch nach dem zweiten Foul an Klose nicht. Ich wollte den Ball treffen, kam aber zu spät. In der Bundesliga wird so attackiert. Es ist keine Entschuldigung notwendig, sagte der brasilianische Abwehrchef unmissverständlich.

Klose blieb zur Pause in der Kabine - in der der Gäste. Das Szenario nahm das Reizthema aus der Partie. Den Raum in den Katakomben des Weser-Stadions, der drei Jahre lang seinen Spind beherbergte, fand der 29-Jährige aber auch noch. Nach der Partie und unbeobachtet von der Öffentlichkeit, die es in den vergangenen Monaten selten gut mit ihm gemeint hat. Klose verabschiedete sich von seinen Ex-Kollegen. Für Allofs eine ganz normale Geste: Wir konnten immer miteinander reden, haben ein ganz normales Verhältnis. Wir haben doch drei Jahre lang erfolgreich zusammengearbeitet.


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