Hamburg - Am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga stehen der überragende FC Bayern München und van der Vaarts Provokation mit einem Valencia-Trikot im Brennpunkt, aber es gab auch andere interessante Begebenheiten; die Deutsche Presse-Agentur dpa hat einige zusammen getragen.
KULTSPRUCH: We have to fight weiter - dieser englisch-deutsche Satz, den der Bielefelder Profi Jonas Kamper vor Monaten nach seinem Treffer zum 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund von sich gab, ist zum neuen Leitmotiv der Arminia-Mitgliederkampagne geworden. Die ostwestfälischen Spieler kämpfen weiter um Bundesliga-Punkte, die Macher im Hintergrund um neue Bekenner: Rund 9400 Fans haben sich dem Bielefelder Club bereits fest verschrieben. Und mit Kampers flottem Spruch soll bald die Schallmauer von 10 000 durchbrochen werden.
COMEBACK: 15 Monate ward er in der Bundesliga nicht gesehen, dann feierte der erfolgreichste aktive Torjäger am Samstag sein Comeback. Ein Raunen ging durch die MSV-Arena, als Kugelblitz Ailton im Zebra-Look und mit blauen Schuhen nach 54 Minuten eingewechselt wurde. Doch bessere Szenen blieben dem 34 Jahre alten Brasilianer zumindest auf dem Platz verwehrt. Kein Torschuss, kaum Gefahr - doch nach der Partie war der Stürmer ein begehrter Interview-Partner und zeigte sich im Glanz des Siegers: Vor den Kameras posierte der prominenteste MSV-Profi im Trikot von Marcelinho, der Wolfsburgs Matchwinner beim 3:1-Erfolg an der Wedau war.
PROBLEME: Bei Aufsteiger Karlsruher SC ging es beim ersten Bundesliga-Heimspiel seit neun Jahren etwas hektisch zu. Kurz vor Spielbeginn fehlte noch der Stuhl für den vierten Schiedsrichter, im Stadionheft war ein veraltetes Mannschaftsbild von Hannover 96 abgebildet und in der zweiten Halbzeit fiel die Anzeigetafel aus. Dass es in den Katakomben so eng war, dass die Journalisten nur mühsam Interviews mit den Spielern führen konnten, wollte Manager Rolf Dohmen allerdings nicht auf seine Kappe nehmen: Sagen Sie das dem Oberbürgermeister. Wegen des Stadionumbaus liegt der KSC mit der Stadt im Clinch.
REKORD: Von Freude keine Spur. Leonardo Dede war nach dem 1:4 von Borussia Dortmund im Revierderby gegen Schalke schlecht gelaunt. Dabei hatte der Außenverteidiger für eine Bestmarke gesorgt. Mit seinem 261. Bundesliga-Spiel löste er Giovane Elber als bisherigen Rekordhalter der in Deutschland tätigen Brasilianer ab. Giovane hat mir schon vor langer Zeit prophezeit, dass ich ihn überflügeln werde. Es ist ein Traum, dass es jetzt so kommt, sagte Dede, der seit 1998 in BVB-Diensten steht.
WARTEN: Das 2:1 war für den 1. FC Nürnberg erst der zweite Sieg der Vereinsgeschichte in Rostock. Der erste datiert vom 31. Oktober 2004, als der Club durch zwei Treffer von Markus Schroth mit 2:0 gewann. Rostock wartet dagegen nach der Niederlage vom Samstag seit nunmehr 840 Tagen auf einen Sieg in der 1. Liga.
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