Berlin - Der Tunesier Zied Jaziri hat sich die bisher teuerste Schwalbe dieser WM geleistet. Weil ihn beim 0:1 gegen die Ukraine allein die laue Sommerluft umgepustet hatte, sah Jaziri die Gelbe Karte.
Außerdem zieht der Fußball-Weltverband FIFA für den Betrugsversuch noch 5000 Franken ein. Damit nicht genug: Nach seiner unsportlichen Gleichgewichtsstörung leistete sich Jaziri auch noch ein happiges Foul und musste direkt vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz. Dafür werden noch einmal 5000 Fränkli fällig.
Mehr Glück hatte der Ukrainer Andrej Schewtschenko, der für sein Einknicken den entscheidenden Elfmeter erhielt und die Tunesier persönlich nach Hause schoss.
Für die Niederländer bleibt Bernd Hölzenbein auf immer ein Schwalbenkönig. Der Frankfurter Stürmer hingegen versichert, im WM- Finale 1974 nicht nur über seine eigenen Beine gefallen zu sein. Schließlich habe es ja Elfmeter gegeben, den Paul Breitner beim deutschen 2:1-Sieg zum Ausgleich ins Tor schob.
Auch der jetzige deutsche Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte als Spieler einen zweifelhaften Ruf und nahm sich während seiner aktiven Zeit in England als diver selbst auf den Arm.