Berlin - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich wegen des bisherigen Verlaufs der Fußball-WM gegen warnende Stimmen in der Extremismus-Debatte im Vorfeld des Turniers gewandt.
Diejenigen, die gemeint haben, sie müssen die Fans aus den afrikanischen Ländern davor warnen, nach Deutschland zu kommen, sollten in sich gehen und überlegen, ob sie weiterhin so unsinnige Dinge sagen, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er sei sehr erleichtert, dass Rechtsextremisten bei der WM gar keine Chance hätten, beachtet zu werden.
Der Minister setzte sich in dem Interview auch kritisch mit dem Begriff No-Go-Area auseinander, der für Gebiete gebraucht worden war, in denen Ausländer gewalttätige Übergriffe von Rechten fürchten müssten. Wir wissen, dass man in großen Städten nicht nur in Europa, sondern auch etwa in den Vereinigten Staaten bestimmte Orte nach Einbruch der Dunkelheit nicht aufsuchen sollte, wenn man eine bestimmte Hautfarbe, vielleicht auch eine weiße, hat. Schäuble fügte hinzu: Und nicht jede Frau und auch nicht jeder Mensch, der ein bisschen anders aussieht, ist an jedem Platz in der Bundesrepublik gleich sicher. Das ist schlimm, aber es ist so.
Die Sicherheitslage bei der Fußball-WM ist auch nach den Worten von Kanzleramtsminister Thomas de Maiziere (CDU) bislang besser als erwartet. Er sagte der Sächsischen Zeitung: Dass nichts passiert, liegt vor allem an der massiven Anstrengung der Polizei und der anderen Sicherheitsbehörden im Hintergrund.
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