Lehmann: Erste echte Bewährungsprobe: Gut gegen Ibrahimovic (40.), stark gegen Jonson (46.). Souverän bei hohen Eingaben. Lahm musste allerdings einen Fehler des Torwarts ausbügeln (43.).
Friedrich: Von Beginn an enorm bissig in den Zweikämpfen, eng am Mann. Der Berliner kämpfte sich ins Spiel. Aber einige Fehlpässe und schwache Flanken trübten noch den Gesamteindruck.
Mertesacker: Die Abstimmung mit den Abwehr-Kollegen klappt immer besser. In der Luft und auch am Boden ist die Latte kaum auszuspielen. Beschränkte sich souverän auf die Tor-Sicherung.
Metzelder: Der Rückkehrer begann mit einem Schnitzer, wirkte auch danach gegen Ibrahimovic nicht immer souverän. Rettete in höchster Not gegen Larsson (21.) - verschuldete aber den vergebenen Elfmeter.
Lahm: Bekam von den Schweden extra Jonson vor die Nase gesetzt. Der konnte den Münchner aber auch nicht an seinen Sturmläufen hindern. Dazu hinten nur mit einen Wackler - er bleibt die WM-Entdeckung.
Schneider: Immer anspielbereit und laufstark, aber die letzte Präzision fehlte im 69. Länderspiel. Hätte seine Freiräume besser nutzen können, nicht so effektiv wie zuletzt. Pfostenschuss (84.).
Frings: Stabilisator und toller Kämpfer vor der Abwehr: In der Ball-Eroberung der Beste, schaltete schnell um. In einigen Szenen etwas zu nachlässig in der Defensive. Gelb-belastet im Viertelfinale.
Ballack: Ballverteiler Nummer eins im deutschen Spiel. Leitete das 1:0 ein, ballerte aus allen Lagen, motivierte seine Nebenleute. Nur Isaksson und der Pfosten verhinderten sein erstes WM-Tor.
Schweinsteiger: Der Dribbler fiel dieses Mal vor allem durch seine Disziplin auf. Schloss immer wieder geschickt die Räume, gewann Zweikämpfe im Rückwärtsgang.
Klose: Der 29-Jährige unterstrich seine bestechende Form eindrucksvoll. Bereitete beide Podolski-Tore super vor, strahlte in jeder Aktion Gefahr aus. Er hat das Zeug zum WM-Stürmer Nummer 1.
Podolski: Der Knoten ist geplatzt: Nach seinem ersten WM-Tor gegen Ecuador legte er gegen die Schweden in seinem neuen Wohnzimmer zwei Mal nach. Dritter Doppelpack im Nationalteam, alle lieben Poldi.
Borowski: Der Bremer ersetzte Schweinsteiger (72.), verletzte sich schon drei Minuten später in einem harten Zweikampf. Biss sich aber durch, schaltete sich immer wieder in die Offensive ein.
Neuville: Der Edeljoker durfte von der 74. Minute an ran. Fand sofort Bindung zum Spiel und hätte drei Minuten vor dem Ende fast getroffen. Der Gladbacher hat sich sein zweites WM-Tor noch aufgehoben.
Kehl: Nach seinen 19 Minuten im Eröffnungsspiel in München durfte er dieses Mal die letzten Minuten für den verwarnten Frings ran. Auch der Dortmunder suchte mit den Weg in Richtung des schwedischen Tores.
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