Berlin - Nach über zwei Wochen Fußball-WM in Deutschland hat die Bundesregierung eine positive Zwischenbilanz gezogen. Kanzleramtsminister Thomas de Maiziere (CDU) nannte die Sicherheitslage besser als erwartet.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) äußerte sich erleichtert, dass Rechtsextremisten bei der WM keine Beachtung finden. Zur Sicherheitslage sagte der Kanzleramtsminister de Maiziere der Sächsischen Zeitung: Dass nichts passiert, liegt vor allem an der massiven Anstrengung der Polizei und der anderen Sicherheitsbehörden im Hintergrund. Schäuble wandte sich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gegen warnende Stimmen in der Extremismus-Debatte im Vorfeld des Turniers. Diejenigen, die gemeint haben, sie müssen die Fans aus den afrikanischen Ländern davor warnen, nach Deutschland zu kommen, sollten in sich gehen und überlegen, ob sie weiterhin so unsinnige Dinge sagen.
Das Berliner Landeskriminalamt hat vor möglichen Brandanschlägen einer linksradikalen Gruppe auf Sponsoren der Fußball-WM gewarnt. Polizeipräsident Dieter Glietsch bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins Focus. Unter Berufung auf eine aktuelle Analyse berichtete das Magazin, dass ein zum Schutz von Stadien, Mannschaftsquartieren und Massenveranstaltungen engagiertes privates Sicherheitsunternehmen wegen seiner Kooperation mit der Polizei gefährdet sei.
Außerdem seien zwei wichtige WM-Sponsoren auf Grund ihrer Produktion in Billiglohnländern mögliches Ziel von Anschlägen. Bei der Militanten Gruppe handele es sich um Linksextremisten, gegen die die Bundesanwaltschaft seit fünf Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung ermittele. Sie soll in den vergangenen Jahren 35 Brandanschläge verübt haben, zumeist auf Konzerne, Polizeistationen und Autohäuser.
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