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Internationale Pressestimmen zur WM vom 25. Juni | 2006-06-25


Pressestimmen zu Deutschland - Schweden (2:0)

SCHWEDEN:

Aftonbladet: Es dauerte nur zwölf Minuten, bis das Stadion in Jubelgesängen aufging: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Schon da hatten die deutschen Fans mit dem Spiel Deutschland gegen Schweden abgeschlossen und ihren Blick auf das Finale gerichtet.

Expressen: Zwei Tore in nur zwölf Minuten, Teddy Lucic vom Platz gestellt, Henrik Larssons verschossener Elfmeter - Es wurde kein schwedisches Bombenspiel gegen Deutschland.

Svenska Dagbladet: Der Platzverweis von Lucic änderte nichts am Spielverlauf. Es hatte schon vorher so ausgesehen, als hätten die Deutschen einen Mann mehr auf dem Feld gehabt.

ARGENTINIEN:

Clarín: Das beste Spiel der Klinsmann-Truppe bisher während dieser WM.

Olé: Deutschland - Ein Koloss

La Nación: Deutschland lässt sich nicht aufhalten.

SPANIEN:

El País: Deutschland hat die Revolution ausgerufen. Es erhebt sich gegen ein Spielsystem, das eine versteinerte Macht repräsentierte. Die Neuerung geht so weit, dass man von einer Neugründung des deutschen Fußballs sprechen kann.

As: Die Nationalmannshow: Deutschland dreht Schweden durch die Mühle.

Marca: Die deutsche Maschinerie zermalmt Schweden.

FRANKREICH:

LEquipe: Jetzt machen sie Angst. Das war sicherlich das beste Spiel der Deutschen, seit Klinsmann Trainer ist. Souverän im Spiel gegen die Schweden, hört Deutschland nicht auf, an Stärke zuzulegen.

Le Journal du Dimanche: Deutschland macht wieder Angst. Es ist, als hätten die Deutschen zu sich selbst zurückgefunden. Jedenfalls ist es schwer, sich über das Spektakel dieser Equipe zu beklagen.

Le Parisien: Deutschland steckt sein Territorium ab und setzt seinen Weg zum Gipfel fort. Wer aber hätte Klinsmanns Furcht erregende Armada stoppen können? Sicherlich nicht die Schweden.

ITALIEN:

Il Messaggero: Podolski, was für ein Fest! Mit zwei Toren seines Babys fliegt Deutschland ins Viertelfinale.

Gazzetta dello Sport: Deutschland frisst Schweden in zwölf Minuten auf. Wenn man davon absieht, dass die Schweden irgendwie nicht auf dem Platz waren, muss man feststellen, dass Deutschland beginnt, Eindruck zu machen. Es scheint, als hätte Klinsmann eine mittelalterliche Kriegsmaschine geschaffen, oder besser noch ein Katapult, das von überallher Schüsse abfeuert.

Corriere della Sera: Ein Land im Delirium: Deutschland liegt Podolski zu Füßen. Alles in allem ist dies zwar keine unwiderstehliche Mannschaft, aber sie ist solide und vor allem entschlossen. Solange sie keinen stärkeren Gegner findet, isst sie alle Schwächeren auf.

GROSSBRITANNIEN:

Mail on Sunday: Auf einmal nehmen alle Klinsmann ernst. Das Duo Podolski-Klose steigert sich von Spiel zu Spiel. Kein Team freut sich auf eine Begegnung mit dieser revitalisierten Fußballmacht.

Sunday Express: Das Traumpaar Podolski-Klose könnte die Deutschen in dieser WM ganz nach vorne spielen. Die Schweden hätten gar nicht schlechter anfangen können. Gleich zu Spielbeginn ließen sie Klose freien Lauf und kamen nach dem Schock des frühen Tors einfach nicht in Tritt.

Sunday Times: Deutschland hat hervorragend gespielt. Ballack war der Motor, der alle angetrieben hat, vor allem die beiden Stürmer Podolski und Klose. Bei den Schweden fiel nach den zwei Toren alles auseinander.

NIEDERLANDE:

Telegraaf: Als relativer Außenseiter in die Weltmeisterschaft gestartet, darf Deutschland inzwischen als einer der Topkandidaten für den Hauptgewinn betrachtet werden. Auf beeindruckende Weise spielte die Mannschaft das machtlose Schweden völlig an die Wand.

SCHWEIZ:

SonntagsBlick: Elchtest bestanden - Ikea-Boys zu hölzern. Schweden ertrinkt in einem schwarz-rot-goldenen Meer. Deutschland zieht mit Power-Fußball ins Viertelfinale ein und ist eine einzige Fan-Meile von Flensburg bis Friedrichhafen.

NZZ am Sonntag: Die Party steigt und steigt. Die Dynamik auf dem Rasen verwirrte die Sinne.

SonntagsZeitung: Eine Nation in der Euphorie. Es hat nichts mit Erinnerungslücken zu tun, wenn man in diesen Tagen darüber nachdenken muss, wann zuletzt eine deutsche Mannschaft so viel Spass bereitet hat. Weil wahrscheinlich noch nie eine deutsche Mannschaft mit so viel Freude an der Arbeit war wie dieses Team von Jürgen Klinsmann.

Pressestimmen zu Argentinien - Mexiko (2:1 n.V.)

ARGENTINIEN:

Olé: Maxi-Bomber. In einem extrem schwierigen Spiel ebnete erst der Bombenschuss von Rodríguez in der Verlängerung den Weg ins Viertelfinale.

La Nación: Der Erlösungsschrei war in ganz Deutschland zu hören. Ein schwerer Sieg zählt doppelt. Argentinien hat Mexiko in einer wahren Fußballschlacht bezwungen. Nun erwartet uns Deutschland, ein weiterer schwerer Gegner. Am Freitag wollen die Jungs von Pekerman wieder Geschichte schreiben.

Clarín: Zeitweise verhedderte sich die Mannschaft in ihrer eigenen Nervosität und erinnerte überhaupt nicht an die vorigen Spiele. Aber als es am schwierigsten wurde, zeigte sie ihr anderes Gesicht: das der Opferbereitschaft und des Kampfgeistes. In Leipzig wurde das andere Argentinien sichtbar, das die Zähne zusammenbiss, litt und nicht gerade gut spielte. Aber die Mannschaft hatte dieses heilige Feuer, mit dem man den Gegner und sich selbst überwinden kann. Doppelt verdient gewonnen.

MEXIKO:

Reforma: Unsere Nationalmannschaft hatte spürbare Vorteile bei der Ballbeherrschung und der Entwicklung von Angriffen, womit sie die Südamerikaner in ernste Bedrängnis brachte. Aber eine geniale Aktion von Maxi Rodríguez in der Nachspielzeit machte Schluss mit den mexikanischen Hoffnungen.

El Norte: Wieder einmal hatte die Mannschaft Mumm, und zwar mehr als genug. Sie spielte wie nie gegen einen Großen. Aber sie verlor wie immer bei den großen Veranstaltungen.

Exelsior: Mit einem Supertor von Maxi endete der mexikanische Traum.

GROSSBRITANNIEN:

The Observer: Rakete Rodríguez schießt Argentinien nach vorn. Sein Tor war das bislang spektakulärste in dieser WM. Die Geduld und das Temperament der Argentinier waren eine fantastische Kombination.

ITALIEN:

La Gazzetta dello Sport: Maxi-Magie: Argentinien zittert und kommt durch.

SPANIEN:

El País: Mexiko war die bessere Mannschaft. Maxi Rodríguez rettet ein enttäuschendes Argentinien. Sein Supertor gehört zu jenen Treffern, die durch ihre Schönheit, ihren Schwierigkeitsgrad und ihre Bedeutung in die WM-Geschichte eingehen.

FRANKREICH:

LEquipe: Da ist Argentinien aber ins Schwitzen geraten! Bedrängt von den Mexikanern haben die Argentinier hart gekämpft, um sich das Viertelfinalspiel gegen Deutschland zu gönnen.

SCHWEIZ:

SonntagsBlick: Gauchos leiden bis zum Traumtor. Maximal. Dank einem Traumtor von Maxi Rodríguez rang Argentinien in der Verlängerung ein starkes Mexiko 2:1 nieder.

NZZ am Sonntag: Argentinien mit Müh und Not. Man kann nicht behaupten, dass Pekermans Team den hohen Ambitionen auch nur annähernd gerecht wurde. Vor allem sein Kurzpassspiel typisch lateinamerikanischer Prägung ohne nennenswerten Raumgewinn sah zwar hübsch aus, Ertrag fiel aber bis zur Entscheidung in der 98. Minute kaum einmal ab.


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