Verspielt, verzockt, zurückgetreten: José Pekerman kündigte nach dem bitteren WM-Aus gegen Deutschland umgehend seinen Rückzug vom Amt des argentinischen Nationaltrainers an.
Der dreimalige U-20-Weltmeister-Coach hatte sich in der wichtigsten Partie seiner Karriere mit seinen Wechseln gnadenlos verzockt und damit das vorzeitige Aus im Viertelfinale mitverantwortet. Die Partie kippte, als Pekerman zuerst in Juan Román Riquelme (ersetzt durch Esteban Cambiasso) das Herzstück der Albiceleste 18 Minuten vor dem Ende vom Platz nahm und kurz darauf auch noch Sturmtank Hernán Crespo (79.) für den behäbigen Julio Cruz auswechselte. Binnen kurzer Zeit hatte Pekerman sein Pulver verschossen, ohne seine gefährlichste Waffe aufs Feld zu führen. Lionel Messi vom FC Barcelona schmorte zur Untätigkeit verdammt auf der Bank. Für den negativen Höhepunkt sorgte schließlich der eingewechselte Cambiasso, der beim entscheidenden Elfmeter kläglich an Deutschlands Keeper Jens Lehmann scheiterte .