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Dank Bechmann und Glück: Bochum besiegt Cottbus 2:1 | 2007-08-19


Cottbus - Dank des ersten Bundesliga-Doppelpacks von Tommy Bechmann und mit einer gehörigen Portion Glück hat der VfL Bochum die neue Cottbuser Nordwand bezwungen und den ersten Saisonsieg geholt.

Mit seinen Saisontreffern zwei und drei leitete der dänische Stürmer am zweiten Spieltag in der Lausitz den letztlich schmeichelhaften 2:1 (2:0)-Erfolg der Westfalen ein und verdarb dem FC Energie die Premiere der neuen und mit 8000 Zuschauern auch gleich ausverkauften Nordtribüne.

Mit einem herrlichen Distanzschuss aus 25 Metern in der 14. und einem geschickten Lupfer in der 42. Minute hatte Bechmann maßgeblichen Anteil daran, dass der VfL nach dem 2:2 gegen Werder Bremen zum Auftakt mit vier Punkten einen guten Saisonstart hinlegte. Ervin Skelas erster Bundesliga-Treffer für die Cottbuser vier Minuten nach Wiederanpfiff nutzte den Gastgeber nichts. Mit einer starken Abwehrleistung retteten die Gäste den Erfolg. Kurz vor dem Schlusspfiff hatte der VfL noch Glück, als die Energie-Stürmer Steffen Baumgart und Jiayi Shao nur den Pfosten trafen. Wir mussten darüber lachen, dass wir so viel Glück hatten, meinte Matchwinner Bechmann.

Trainer Petrik Sander fühlte sich indes um den Lohn seines Muts gebracht. Anders als zum Saisonauftakt beim 0:0 in Leverkusen zeigte sich sein Team vor 16 382 Zuschauern im Stadion der Freundschaft angriffslustig. In Leverkusen hat man uns Destruktivität vorgeworfen und wir haben einen Punkt geholt. Heute waren wir offensivfreudig und haben verloren, meinte er. Da stellt sich die Frage: Was ist ist für Energie Cottbus die richtige Variante?

Doch gefährliche Aktionen seiner Mannschaft, in der der Bulgare Stanislaw Angelow ein vielversprechendes Bundesliga-Debüt in der Deckung gab, waren Mangelware. Wenn die Cottbuser einmal vor dem Tor der Bochumer auftauchten, war VfL-Schlussmann Jan Lastuvka zur Stelle. So parierte der Tscheche in der 23. Minute einen Schuss von Energie-Kapitän Timo Rost. Auch Francis Kioyo (29.) schaffte es nicht, mit einem Schuss aus 20 Metern Lastuvka zu bezwingen.

Die Bochum spielten clever. Sie standen sicher in der Abwehr und sorgten mit wenigen Kontern für Gefahr. Gleich mit ihrem ersten Schuss auf das Cottbuser Tor kam der Ruhrverein zur Führung. Bei dem überraschenden Schuss von Bechmann (14.) sah Energie-Torwart Tomislav Piplica nicht gut aus. Dagegen traf ihn keine Schuld bei Bechmanns zweitem Tor (42.) nach klugem Zuspiel von Dennis Grote. Der Däne hob den Ball über den herausstürmenden Piplica ins Netz.

Nach dem Wechsel versuchte Cottbus, seine Aufholjagd zu starten. Das Bemühen wurde früh belohnt, als Skela (49.) aus 25 Metern traf. Die Gäste erhöhten danach weiter den Druck. Von den Bochumern war im Angriff nichts mehr zu sehen. Nur selten kamen sie über die Mittellinie hinaus. Trotz der drückenden Überlegenheit erspielten sich die Gastgeber erst kurz vor dem Ende Chancen durch Baumgart und Shao. Den ersten Schuss auf das Energie-Gehäuse nach der Pause gab der eingewechselte Marcin Mieciel erst in der 83. Minute ab.


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