Gewitter vertreiben Fans von WM-Meilen | 2006-06-25
Berlin - Heftige Gewitter, Windböen und Wolkenbrüche haben in mehreren Bundesländern tausende Fußballfreunde von den Fanfesten vertrieben. So musste die Frankfurter Main-Arena noch vor dem Anpfiff des WM-Achtelfinalspiels Niederlande-Portugal geschlossen werden.
Sicherheit hat oberste Priorität, sagte Kurt Stroscher von der Tourismus+Congress GmbH in Frankfurt/Main. Es hätte auch gar keinen Spaß gemacht, hier jetzt Fußball anzusehen.
Ein heftiges Sommergewitter fegte auch die Münchner Fan-Meile im Olympiapark rasch leer. Während am Nachmittag noch knapp 10 000 Fans bei drückender Schwüle das erste Achtelfinalspiel des Tages (England- Ecuador) auf den Leinwänden verfolgt hatten, flohen sie am Abend vor dem Wolkenbruch. Wir lassen die überdachte Leinwand noch ein wenig laufen, aber ansonsten ist hier Schluss, sagte ein Sprecher wenige Minuten nach Anpfiff des Spiels Niederlande-Portugal in Nürnberg.
In Stuttgart wurden tausende englische Fußballfans nach dem Sieg ihrer Mannschaft vom Regen auseinander getrieben. Rund zwei Stunden nach dem Abpfiff der Partie England-Ecuador (1:0) ergossen sich Wassermassen über den Schlossplatz. Bei Windstärke neun (rund 80 Kilometer pro Stunde) tanzte nur noch der harte Kern der Fangemeinde ausgelassen im Regen.
Bei Hagel und Regen musste die Übertragung des Spiels England- Ecuador auf den beiden Public-Viewing-Plätzen in Kaiserslautern unterbrochen werden. Tausende sommerlich gekleidete Fußballfans flüchteten unter die Dächer der umliegenden Geschäftshäuser oder in Lokale. Auch in den WM-Spielorten Dortmund, Gelsenkirchen und Köln mussten die Fanfeste zeitweise wetterbedingt unterbrochen werden. In Dortmund wurden nach Angaben der Polizei alle Übertragungen im Freien vorübergehend eingestellt.