Berlin - Das deutsche Verkehrssystem hat den massenhaften Andrang zur Fußball-WM aus Sicht der Bundesregierung bisher ohne größere Probleme gemeistert.
Auf dem Weg zu vielen Spielen hätten 60 Prozent und mehr der Besucher S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen benutzt, sagte Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Experten hatten vor Staus gewarnt, falls nicht mindestens die Hälfte der Fans den eigenen Wagen bei der Fahrt ins Stadion stehen lässt. Der Deutschen Bahn beschert die WM mehr Fahrgäste als erwartet.
In den ersten beiden Wochen des Turniers nutzten täglich 600 000 Reisende zusätzlich Nah- und Fernzüge, wie Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte. Gerechnet worden sei mit bis zu 500 000 Extra-Reisenden durch das Ereignis. Beim Betrieb mit zahlreichen Sonderzügen habe es, wie auch mit Vandalismus, keine größeren Probleme gegeben. Kein Fan hat unseretwegen sein Spiel verpasst, sagte Personenverkehrschef Karl-Friedrich Rausch. Bei einzelnen technischen Pannen oder Wetterschäden seien Fahrgäste teils per Bus oder Taxi zum Stadion gebracht worden.
Unmittelbar aus dem WM-Engagement erwartet der Konzern - einer der nationalen Sponsoren - schwarze Zahlen. Langfristig sollen deutlich mehr Fahrgäste gewonnen werden. Über 80 Prozent der 400 000 Kunden, die eine Weltmeisterbahncard mit 25 Prozent Ermäßigung auf den Normaltarif kauften, hätten vorher keine Rabattkarte gehabt. Nach der Vorrunde mit täglich mehreren Partien sei die höchste Belastungsprobe bereits bestanden. Wegen der großen Nachfrage musste alles aus der Garage geholt werden, was Räder hat, sagte Mehdorn.
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