Düsseldorf - Für die deutschen U 21-Junioren beginnt nach einer langen Testphase nun der Ernstfall. Vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel am 7. September in Nordirland steht für die DFB-Mannschaft am 21. August in Fürth gegen Irland das letzte Vorbereitungsspiel an.
Ich freue mich sehr darauf, dass es langsam ernst wird. Das Spiel gegen Irland ist die willkommene Generalprobe vor dem Start in die Qualifikation, sagte Junioren-Trainer Dieter Eilts. Allerdings muss der DFB-Coach gegen das Team von der Insel auf einige bewährte Kräfte verzichten, so dass er seinen Kader für das erste Pflichtspiel nicht komplett beisammen hat.
Kurzfristige Absagen von Kapitän Eugen Polanski (Borussia Mönchengladbach), Patrick Ebert (Hertha BSC) und dem erstmals nominierten Mesut Özil (Schalke 04) zwangen den Coach zu Umbesetzungen und Nachnominierungen. Außerdem fehlen der Hannoveraner Jan Rosenthal, der ehemalige Berliner Kevin-Prince Boateng sowie Aaron Hunt von Werder Bremen. So rückten die beiden Gladbacher Robert Fleßers und der erstmals nominierte Marko Marin sowie Lokalmatador Bernd Nehrig und Stephan Fürstner vom FC Bayern München nach.
Dass die beiden U 21-Stammkräfte Serdar Tasci (VfB Stuttgart) und Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen) zur A-Nationalmannschaft eingeladen wurden, ist im Sinne von Eilts. Das gehört zu unserer Philosophie. Ich freue mich, dass es wieder zwei Leistungsträger geschafft haben. Beide Spieler zählen natürlich weiterhin zum Stamm der U 21, sagte der DFB-Trainer. Der ebenfalls für die A-Mannschaft ausgewählte Stuttgarter Sami Khedira musste wegen einer Verletzung passen.
Trotz der personellen Umstellungen hofft Eilts, dass die Partie gegen Irland echten Testcharakter hat. Schließlich wurde der Gegner bewusst ausgewählt. Alle britischen Mannschaften zeichnen sich durch einen ähnlichen Stil aus. Irland wird uns genauso wie danach die Nordiren alles abverlangen, befand Eilts. Leider hat sich unsere Hoffnung zerstreut, aus dem Vollen schöpfen zu können und den Kader für das Nordirland-Spiel schon im letzten Test zur Verfügung zu haben. Aber ich erwarte natürlich trotzdem, dass die Mannschaft die Vorgaben umsetzt, sagte der DFB-Trainer.
Die weiteren Gruppengegner im Laufe der Qualifikation sind Luxemburg, Moldawien und Israel. Trotz der günstigen Auslosung warnt Eilts: Die Qualifikation wird kein Selbstläufer. Und selbst als Erster stehen nach der Gruppenphase in den Playoff-Spielen die Chancen bei 50:50. Dieser Modus hat es in sich, meinte der Coach.
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