Gericht erlaubt Beschattung während der WM | 2006-06-27
Münster - Ein mutmaßlicher Islamist aus Beckum (Nordrhein-Westfalen) hat ohne Erfolg versucht, seine Beschattung während der Fußball-Weltmeisterschaft zu verhindern.
Das Verwaltungsgericht Münster habe in einem Eilverfahren zu Gunsten einer Observierung entschieden, sagte eine Gerichtssprecherin und bestätigte einen Bericht des Westfalen-Blatts vom selben Tag. Der im Kreis Warendorf lebende Mann hatte beantragt, seine Beschattung durch die Polizei per einstweiliger Anordnung zu untersagen.
Das Landesinnenministerium hatte vor der WM die Observierung von Islamisten im Land für die Zeit des Turniers angekündigt. Die Richter des Verwaltungsgerichts in Münster wogen ab zwischen der möglichen Gefährdung der Allgemeinheit durch einen eventuellen Terroranschlag und dem vorübergehenden Eingriff in die Grundrechte des Antragstellers. Sie entschieden zu Lasten des Mannes.