Entspannung am ersten fußballfreien WM-Tag | 2006-06-28
Berlin - Die erste Ko-Runde der Fußball-WM ist beendet und die Spannung vor den anstehenden Viertelfinalpartien steigt. Da kamen die ersten fußballfreien 24 Stunden seit 20 Tagen gerade recht. In ganz Deutschland ist Entspannung angesagt.
Nach einer Welle der WM-Euphorie kehrte Im ganzen Land erstmals Ruhe und Normalität ein. Einkäufer schlenderten gelassen durch die Fußgängerzone, die Cafés waren nur mäßig gefüllt. Das ist ein Riesenunterschied zu den anderen Tagen, sagte eine Bierverkäuferin.
Über die bundesweit größte Fanmeile, mit inzwischen neun Videowänden, am Brandenburger Tor in Berlin bummelten am ersten fußballfreien Tag nur wenige Besucher. Viele ruhen sich heute bestimmt aus, aber das ist die Ruhe vor dem nächsten Sturm, sagte ein Senatsmitarbeiter. Zum nächsten Spiel der deutschen Mannschaft wird wieder mit einem starken Andrang der Fanmassen gerechnet. Dann soll spätestens die Besuchermarke von insgesamt fünf Millionen überschritten werden.
Einige Fanfeste boten ihren Besuchern Konzerte von Latino bis Soul und bunte Bühnenprogramme an. Auf dem Heumarkt in Köln fand die Abschlussgala des Kölner Kurzfilmfestivals 47:elf unter der Schirmherrschaft von Sönke Wortmann statt. Die Teams hatten 47 Stunden Zeit, einen Kurzfilm zum Thema Fußball zu drehen. Die besten Ergebnisse werden prämiert.
Für die Organisatoren der Fanmeilen werden die beiden fußballfreien Tage im Sinne der Vorbereitung genutzt. Schließlich steht die nächste Nervenschlacht unmittelbar bevor, wenn im Berliner Olympiastadion die deutsche Elf gegen Argentinien zum ersten Viertelfinalspiel aufläuft.