Hoeneß: Vereine an WM-Einnahmen beteiligen | 2006-06-28
Frankfurt/Main - Die Vereine müssen nach Ansicht von Bayern-Münchens Manager Uli Hoeneß an den Einnahmen der Fußball-WM beteiligt werden. Der Weltfußballverband FIFA dürfe nicht allein das Geschäft machen, sagte Hoeneß in Frankfurt.
Die Vereine tragen das Risiko voll, begründete Hoeneß seine Forderung. Der FC Bayern habe insgesamt 14 Spieler zur WM abgestellt. Wenn aber zum Beispiel ein Spieler wie Bastian Schweinsteiger verletzt werde, müsse der Verein allein für die finanziellen Folgen aufkommen.
Der Fußball-Manager sprach sich auf einer Diskussionsveranstaltung der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank erneut für eine Erhöhung der TV-Gelder für die Vereine in Deutschland aus. Nur so könne Bayern München auch international mit den Spitzenvereinen aus Spanien oder Italien konkurrenzfähig bleiben. Potenzial sieht Hoeneß in Deutschland noch beim Pay-TV, dessen Abonnentenzahl für die Übertragung von Live-Spielen von derzeit drei Millionen auf fünf bis sechs Millionen gesteigert werden könne.
Der langjährige frühere Fußball-TV-Kommentator Rudi Michel warf der samstäglichen ARD-Sportschau vor, eine von Werbeträgern gesponserte Sendung geworden zu sein. Dies verstoße gegen alle Vorschriften der vergangenen Jahrzehnte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Der Zuschauer werde dies auf die Dauer nicht mitmachen.