Rom - Einen Tag vor dem WM-Viertelfinale Italien-Ukraine ist die Stunde der Abrechnung im italienischen Fußball-Skandal gekommen: Im Olympiastadion in Rom begann der Prozess des Fußballverbandes gegen die Top-Vereine Juventus Turin, AC Mailand, Lazio Rom und dem AC Florenz.
Juve, Lazio und Florenz droht wegen Liga-Manipulationen der Zwangsabstieg aus der ersten Spielklasse, Mailand dürfte mit einem blauen Auge davonkommen, berichteten italienische Zeitungen.
Insgesamt sind in dem Prozess 26 Club-Funktionäre, Schieds- und Linienrichter sowie die zurückgetretenen FIGC-Präsidenten Franco Carraro und Innocenzo Mazzini wegen Vergehen gegen die Sportlichkeit angeklagt. Der große Abwesende zum Prozessauftakt war allerdings der mutmaßliche Hauptverantwortliche, Ex-Juve-Manager Luciano Moggi. Er ließ sich durch seinen Anwalt vertreten. Rekordmeister Juve droht neben dem Zwangsabstieg in die dritte Liga auch die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel.
Gute Arbeit für alle, sagte der Präsident des Sportgerichts, Cesare Ruperto, zu Beginn des Verfahrens. Der Prozess soll in erster Instanz zwischen dem 8. und 10. Juli abgeschlossen werden - am 9. Juli ist das WM-Endspiel in Berlin.
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