Berlin - Fußballer haben Riesenhände. Selbst die Arme sind regeltechnisch noch Greiforgane. Wird der Ball mit der Hand oder dem Arm gehalten, gestoßen oder geschlagen, wird dieses absichtliche Handspiel mit direktem Freistoß oder im Strafraum sogar mit Elfmeter bestraft.
Wer auf diese Weise eine klare Torchance oder ein Tor verhindert, muss zudem per Roter Karte vom Platz. Wird der Ball aus kurzer Entfernung gegen den normal gehaltenen Arm geschossen, gilt dies nicht als Absicht. Darüber geht der handfeste Streit oft erst richtig los, so wie in der Verlängerung des Europameisterschafts-Halbfinales 2000 zwischen Frankreich und Portugal. Schon wieder Portugal: Teamkollege Abel Xavier habe sich seine Hand doch nicht abhacken können, klagte Luis Figo, nachdem Zinedine Zidane den Elfmeter zum französischen Sieg verwandelt hatte.
Vor 20 Jahren griff sogar die Hand Gottes bei der WM ein, als Diego Maradonas 1,68 Meter gegen England naturgemäß zu wenig für ein Kopfballtor waren. Hätte der Schiedsrichter Maradonas Unsportlichkeit gesehen, wäre die Gelbe Karte die Strafe für den kleinen Argentinier gewesen. Der Fußball wäre allerdings um eine große Geschichte ärmer.
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