Fußballskandal in Italien: Prozess unterbrochen | 2006-06-29
Rom - Der Prozess im italienischen Fußball-Skandal ist kurz nach Eröffnung bis zum 3. Juli unterbrochen worden. Dies berichtete eine italienische Nachrichtenagentur ohne Angaben von Gründen.
Zuvor waren vor dem Sportgericht Verfahrensfragen geregelt worden. In dem Prozess des Fußballverbandes (FIGC) müssen sich die Top-Vereine Juventus Turin, AC Mailand, Lazio Rom und dem AC Florenz wegen Liga-Manipulationen verantworten.
Insgesamt sind in dem Prozess 26 Club-Funktionäre, Schieds- und Linienrichter sowie die zurückgetretenen FIGC-Präsidenten Franco Carraro und Innocenzo Mazzini wegen Vergehen gegen die Sportlichkeit angeklagt. Der große Abwesende zum Prozessauftakt war allerdings der mutmaßliche Hauptverantwortliche, Ex-Juve-Manager Luciano Moggi. Er ließ sich durch seinen Anwalt vertreten. Rekordmeister Juve droht neben dem Zwangsabstieg in die dritte Liga auch die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel.