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Noch keine Entscheidung zu Neonazi-Demo | 2006-06-06


Frankfurt/Main - Die Stadt Frankfurt hat sich noch nicht entschieden, ob sie eine angemeldete Demonstration von Neonazis während des WM-Spiels Iran gegen Portugal verbieten will. Der Anmelder habe sich im Rahmen der Anhörung noch nicht geäußert, berichtete ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes.

Er sei dazu aber auch nicht verpflichtet. Bis zum Ablauf der Anhörungsfrist könne keine Entscheidung gefällt werden. Unterdessen kündigten linke Gruppierungen entschlossenen Widerstand für den Fall an, dass es zu einem Aufmarsch der Rechtsextremen am 17. Juni kommt. Die Neonazis haben eine Solidaritätskundgebung für den offen anti-semitischen Staatspräsidenten des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, angemeldet. Frankfurts Ordnungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) hat sich bereits mehrfach für ein Verbot ausgesprochen, das auch von der Polizei gefordert wird. In der Vergangenheit sind Verbotsverfügungen der Stadt allerdings regelmäßig von den Gerichten aufgehoben worden.

Am Tag des Iran-Spiels hat die Zionistische Aktion Frankfurt eine Demonstration am Opernplatz angemeldet, die sich gegen Ahmadinedschad und seine rechtsextremen Sympathisanten richtet. Hierzu werden bekannte jüdische Persönlichkeiten wie Ralph Giordano, Arno Lustiger und Michel Friedman erwartet.


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