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FIFA: Längere Fanmeilen erlaubt | 2006-06-17


Berlin - Nach dem unerwartet starken Ansturm auf Fan-Meilen und -Feste hat der Fußball-Weltverband FIFA grünes Licht für eine Ausweitung der kollektiven Fußballfeiern in den WM-Städten gegeben.

Wir haben nichts dagegen, wir freuen uns vielmehr, dass es so ein riesiges Fest geworden ist, sagte FIFA-Mediendirektor Markus Siegler. Die Städte könnten selbst entscheiden, ob sie weitere Großbildschirme aufstellen. An erster Stelle müsse aber die Sicherheit stehen. Dortmund, Berlin und Köln planen als erste Städte die Erweiterung.

Die nächsten Belastungsproben für die Kapazität der Fan-Feste stehen mit dem letzten deutschen Vorrundenspiel gegen Ecuador in Berlin und dem Achtelfinale mit Deutschland am nächsten Wochenende bevor. In den Westfalenhallen sollen für dieses Match weitere Großbildschirme aufgestellt werden, so dass die Besucherzahl um rund 13 000 auf 45 000 Menschen erhöht würde.

In Berlin will der Senat zunächst noch die Erfahrungen mit dem dritten WM-Spiel im Olympiastadion abwarten. Senatssprecher Michael Donnermeyer sagte der dpa, in jedem Fall bleibe der Kreisverkehr am Großen Stern offen. Die Dauerparty auf der Straße des 17. Juni könne nicht über die Siegessäule hinaus verlängert werden.

Allerdings seien andere Möglichkeiten denkbar, die Zuschauer günstiger zu verteilen. So werde ganz aktuell der Markt für Videowände gecheckt, sagte Donnermeyer. Selbst die neun auf der größten Fanmeile Deutschlands aufgestellten Leinwände waren beim Spiel gegen Polen, als rund 500 000 Fans gekommen waren, zu wenig.

In Köln wird es zum Spiel Schweden - England auf der rechten Rheinseite auf dem Deutzer Festplatz mehr Raum für die Fans geben, so dass bis zu 35 000 Fans die Übertragung verfolgen können. Leipzig würde gern erweitern, hieß es von der Stadt. Auf dem umzäunten Augustusplatz können aber aus Sicherheitsgründen nicht mehr als etwa 15 000 Fans zugelassen werden.

Beim letzten großen Ansturm während des Deutschland-Spiels gegen Polen mussten in Leipzig, Frankfurt, Hamburg, Berlin und am Spielort Dortmund zahlreiche Zugänge zu den Fanmeilen wegen Überfüllung aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Auch in Kaiserslautern und Stuttgart gab es Probleme mit dem Massenandrang.

Die Zustimmung der FIFA zu einer möglichen Erweiterung musste eingeholt werden, da der Verband für die offiziellen Fan-Meilen in den zwölf WM-Städten verantwortlich zeichnet und den größten Teil der Kosten finanziert. Das Open-Air-Fernsehen gewährt die FIFA den Städten gratis. Probleme könnte es mit der Forderung nach mehr Bildleinwänden geben. Sponsor Philips kann nach eigenen Angaben keine weiteren liefern. Die Städte könnten nur versuchen, über Verleihfirmen noch zusätzliche Videowände zu beschaffen.


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