Stuttgart - Fernando Pardo verbringt die WM zwischen Kisten. In aller Hektik hat er seine Sachen gepackt, um pünktlich zum Stuttgart-Spiel der Spanier gegen Tunesien sein Bier am Spielort zu öffnen.
Ich wäre sowieso umgezogen, weil meine Freundin in Stuttgart wohnt, aber das habe ich jetzt kurzfristig vorverlegt, sagt der 39-Jährige aus Barcelona.
Das Motto Die Welt zu Gast bei Freunden hat er für sich umgeschrieben in Spanier zu Gast bei Spaniern. Denn er erwartete auch noch fünf Freunde aus der Heimat. Wo die in seiner noch nicht eingerichteten Wohnung alle bleiben sollten, kümmerte Fernando Pardo weniger: Wir feiern doch eh die ganze Nacht. Denn für ihn ist eines sicher: Wenn Spanien Weltmeister wird, dann werden wir Weltmacht, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Doch bis dahin sei es ein langer, steiniger Weg. Die Spanier haben immer gute Spieler, aber als Team sind sie schlecht. Sie sind immer Favorit und versagen letztendlich. Das ist genau andersrum als bei den Deutschen, analysiert er. Seine Landleute fieberten eben eher für den Club der Region oder der Stadt, als für die Nationalmannschaft. Nach dem 4:0 gegen die Ukraine habe sich aber eine richtige Euphorie zu Hause entwickelt. Vielleicht kommen mich ja jetzt noch mehr Leute besuchen. Dann liegen wir eben zu noch mehreren zwischen meinen Kisten.
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