Berlin - Jürgen Klinsmann trat einst in eine Werbetonne. Englands Wayne Rooney feuerte seine Schuhe durch die Gegend, Frankreichs Zinedine Zidane behandelte seinen Trainer wie Luft.
Die Auswechslung eines nicht verletzten Spielers kann Strafe, Erlösung oder Schutz vor einem Platzverweis sein. Oft bekommt ein verdienter Star beim Solo-Abschied aber auch seinen Extra-Applaus. Bei der WM dürfen bis zu drei Spieler ausgewechselt werden - ein Luxus im Vergleich zu früheren Zeiten. Noch 1966 bei der WM in England war ein Austausch nicht möglich. Die elf, die anfingen, mussten die Suppe auslöffeln, die sich eingebrockt hatten. Selbst ein Verletzter durfte nicht ersetzt werden.
Eine Auswechslung ist nur während einer Spielunterbrechung an der Mittellinie erlaubt. Erst muss der eine raus, dann darf der andere rauf. Ist der Neue zu heiß und rennt zu früh auf das Spielfeld, muss der Schiedsrichter ihm schon vor der ersten Ballberührung Gelb zeigen. Und: Wer einmal ausgewechselt wurde, darf nicht wieder eingewechselt werden, auch wenn er besser als sein Nachfolger war.
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